2. Bundesliga 16/17 2. Bundesliga
| 15.27 Uhr

Neururer muss umparken
Peter, wir wissen, wo dein Auto steht!

Fotos: Neururers kurze Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne
Fotos: Neururers kurze Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne FOTO: dpa, ole jhe
Bielefeld. Das 0:0 in der 2. Bundesliga zwischen Arminia Bielefeld und dem FC St. Pauli hatte wenig Höhepunkte zu bieten. Für Unterhaltung sorgte lediglich TV-Experte Peter Neururer, der von der Stadionregie zu seinem Auto gebeten wurde, weil er falsch geparkt hatte. Von Martin Beils

Wenn Peter Neururer mit seinem Auto aufkreuzt, gibt es ein großes Hallo. Erinnern wir uns nur daran, wie er im Frühjahr in Hannover zu Verhandlungen über eine Tätigkeit als 96-Trainer vorfuhr. Aus dem Ruhrgebiet war er in Niedersachsens Hauptstadt geeilt. Vom Fahrersitz gab er lässig Interviews. Allein der Fuchsschwanz an der Antenne fehlte, um das Bild abzurunden. Peter Neururer - der lässigste Porschefahrer seit James Dean!

Die Verbindung Neururer-Porsche gibt es übrigens seit Beginn der 90er-Jahre. Damals rettete er Schalke vor dem Abstieg. Und Präsidentengattin Christa Paas rief ihm zu: "Jetzt kannst du den Porsche haben!" Der Trainer hatte sich vernarrt - ins Cabrio der großzügigen Dame. Und ein paar Jahre später fuhr er in diesem Wagen, Badelatschen und Trainingsanzug beim Arbeitsamt Saarbrücken vor, um Arbeitslosengeld zu beantragen.

An diesem Montag nun sorgte der Fahrer des feschen Wagens mit dem amtlichen Kennzeichen GE-PN ... erneut für Aufsehen. Als Sport1-Zweitligaexperte sorgte der erstklassige Unterhaltungskünstler beim trist-torlosen Spiel zwischen Arminia Bielefeld und dem FC St. Pauli für ein Schmankerl. Er hatte so geparkt, dass ihn die Stadionregie in der Pause per Einblendung auf der Anzeigetafel zu seinem Auto bat. Neururer hatte sich angeblich schon gewundert, dass ihm ein Stellplatz zugewiesen worden war, auf dem er 50 Autos zuparkte. Nun ja!

Mit der Parkerei hat der Gute häufiger ein Problem. Im April hatte er sich beim Abschiedsspiel für das altehrwürdige Lenneper Röntgenstadion einfinden sollen. Als er feststellte, dass ihm und seinem Porsche kein herausragender Parkplatz reserviert war und er "25 Mal ums Stadion kurven musste", aber doch keinen Platz fand, trat er unverrichteter Dinge die Heimreise an. Ein Peter Neururer parkt doch nicht wie jeder Normalsterbliche.

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