Fortuna: Veh: "Fortuna ist eine Schauspieltruppe"
VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 06.02.2012 - 12:19 Zoff in der 2. Bundesliga: Armin Veh hat am Sonntagnachmittag, nur wenige Minuten nach dem 2:1-Sieg seiner Mannschaft gegen Eintracht Braunschweig, eine weitere harte Attacke gegen Fortuna Düsseldorf geritten. Vor allem Sascha Rösler mag Veh gar nicht.
Der Trainer von Eintracht Frankfurt redete sich vor der versammelten Journalistenschar über den nächsten Gegner in Wut und griff dabei in Sachen Fairness und Anstand erneut daneben. Die Fortunen diffamierte er unter anderem als Schauspieltruppe, ihr Gebaren sei nicht mehr hinnehmbar.
Bereits im Dezember hatte Veh von der angeblichen Fallsucht und Theatralik der Düsseldorfer schwadroniert, um so die Stimmung in der Liga gegen die Düsseldorfer aufzubringen. Eine Woche vor dem Spitzenspiel in der Esprit-Arena zwischen Tabellenführer Fortuna und dem ersten Verfolger Eintracht Frankfurt ist sich der Coach der Rot-Schwarzen nun nicht zu schade, erneut mit höchst peinlichen Äußerungen an die Öffentlichkeit zu gehen. „Das geht mir langsam auf den Keks", maulte er.
"Sascha Rösler, der ist nur noch Theatralik"
"So schnell wie die teilweise fallen, theatralischer geht es doch gar nicht mehr." Sascha Rösler nannte er "einen Spieler, der ist nur noch Theatralik." Das färbe auf die anderen Spieler ab. Veh bezog sich damit auf Oliver Fink, der am Samstag in Ingolstadt einen Foulelfmeter bekommen hatte.
Frankfurts Coach klagt, die Düsseldorfer würden jede leichte Berührung zum Anlass nehmen, Freistöße und Strafstöße zu schinden. Als perfide Drohung kann man Vehs Hinweis auf Montag verstehen: "Da brauchen wir einen guten Schiedsrichter“, sagte er.
Die Absicht hinter der Aussage ist so durchsichtig wie grob unsportlich: Vor dem Spiel in Düsseldorf versucht er, den Schiedsrichtern Elfmeter- und Freistoß-Pfiffe für Fortuna zu erschweren und seiner Truppe so Vorteile zu verschaffen.
Mit Anschwärzen habe das nicht zu tun. Das sehe die ganze Liga so. Das sei bodenlos, habe mit Fußball nichts zu tun, tönt der Eintracht-Trainer auf seinem Nebenkriegsschauplatz.
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