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fortuna Sascha Rösler jubel gegen 1860
  Foto: rpo, Falk Janning
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Fortuna Düsseldorf: Veh greift Fortuna an

VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 07.02.2012 - 07:57

Düsseldorf (RP). Der Trainer des Zweitligisten Eintracht Frankfurt wirft dem Konkurrenten aus Düsseldorf vor, viele Elfmeter zu schinden. Sascha Rösler, einer der Attackierten, kontert: "Das geht zum einen Ohr rein und zum anderen raus."

Armin Veh ist Trainer des Zweitligisten Eintracht Frankfurt. Das allein ist schon eine bemerkenswerte Tatsache, hatte derselbe Armin Veh doch nur wenige Wochen, bevor er seinen Vertrag bei den Hessen unterschrieb, öffentlich verkündet, ganz sicher nie mehr als Trainer im deutschen Profifußball zu arbeiten.

Aber Armin Veh ist nun mal einer, der gern viel erzählt – sehr zur Freude der Medienzunft in Frankfurt und Umgebung. "Ich habe mir das Spiel von Fortuna Düsseldorf in Ingolstadt angeschaut", diktierte der 51-Jährige in die Blöcke. "So wie Düsseldorf kann man sich nicht aufführen. Es geht mir auf den Keks, dass es da einen Spieler gibt, der so theatralisch ist. Das hat mit Fußball nichts zu tun." Gemeint war damit Fortunas Routinier Sascha Rösler.

Und da es gerade so gut lief mit dem Sprechen, legte Veh noch einmal nach. Die zehn Elfmeter, die Fortuna in der laufenden Saison zugesprochen bekommen habe, sprächen für sich. "So schnell, wie die teilweise fallen, brauchen wir am Montag einen wirklich guten Schiedsrichter. Einer hat angefangen, jetzt ziehen andere nach." Ob mit dem "Einen" wiederum Rösler oder vielleicht Maximilian Beister angesprochen war, dem Veh in einem ersten Anfall von Sprechzwang im Dezember "Fallsucht" vorgeworfen hatte, ließ der Coach offen.

Sascha Rösler nimmt es so oder so gelassen. "Es ist doch sonnenklar, was hinter dieser Nummer steckt", sagt der 34-Jährige schmunzelnd. "Die Saison geht in die heiße Phase, wir spielen am Montag gegen Frankfurt. Logisch, dass die langsam anfangen, Giftpfeile herüberzuschießen." Er werde seine Spielweise deshalb jedenfalls nicht ändern, versichert Rösler. "Ich kenne den Armin schon lange und recht gut. Er will den Druck von seinem Team nehmen und baut deshalb einen Nebenkriegsschauplatz auf. Bei mir geht das allerdings zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus."

Düsseldorfs Finanzchef Paul Jäger kommentiert knapp: "Auf das Niveau eines Herrn Veh begeben wir uns nicht hinab." Wolf Werner wird deutlicher. "Unabhängig von der sportlichen Unfairness Armin Vehs: Offenbar ist er sich nicht bewusst, welche Brisanz er in das Spiel bringt", sagt der Sportvorstand. "Gerade unter Berücksichtigung der Frankfurter Fanszene."

Fortunas Trainer Norbert Meier fühlt sich an eigene Profizeiten erinnert. "So etwas kenne ich doch noch aus Bremen", berichtet der 53-Jährige. "Wenn da ein Spiel gegen die Bayern anstand, kam aus München immer was rüber, was bei uns Unruhe reinbringen sollte." Er jedenfalls werde "ganz sicher" die Ruhe bewahren, kündigt Meier an. "Mein Gott, es ist doch erst Montag und noch eine Woche hin bis zum Spiel. Wenn das in dem Stil weitergeht, ist doch bis Mittwoch das ganze Pulver verschossen."

Interessant findet man in Düsseldorf übrigens, dass ausgerechnet Veh die angeblich zu vielen Elfmeter für Fortuna anspricht. Tatsächlich gab es ungleich mehr Szenen, in denen fällige Strafstöße für die Düsseldorfer nicht gepfiffen wurden. Das klarste dieser Fouls, als Thomas Bröker fast das Trikot vom Leibe gerissen wurde, blieb am vierten Spieltag ungesühnt – beim 1:1 im Hinspiel bei Eintracht Frankfurt. Einen Kommentar dazu gibt es von Veh übrigens nicht.

Quelle: RP/can/sap


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