Neuer Trainer für Eintracht Frankfurt: Veh tritt die Daum-Nachfolge an
zuletzt aktualisiert: 30.05.2011 - 21:58Frankfurt/Main (RPO). Mit einem großen Namen zurück ins große Geschäft: Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt hat überraschend Armin Veh als neuen Trainer verpflichtet. Der 50 Jahre alte Veh, der im März als Coach des Hamburger SV entlassen worden war, wird am Dienstag (11.00 Uhr) bei den Hessen offiziell vorgestellt. Das bestätigte die Eintracht dem SID.
Veh tritt die Nachfolge von Christoph Daum an, der nach dem Abstieg seinen Vertrag bei der Eintracht nicht verlängert hatte. Mit dem Stuttgarter Meistertrainer von 2007 soll der direkte Wieder-Aufstieg gelingen.
"Kein Hemd und keine Zahnbürste"
"Er war mein Topfavorit, und ich bin glücklich, dass wir es geschafft haben, ihn zu holen", sagte Sportmanager Bruno Hübner der Frankfurter Rundschau. "Ich werde hier übernachten, habe aber leider kein frisches Hemd und keine Zahnbürste dabei, aber das werden wir schon irgendwie hinkriegen", sagte Veh nach der erfolgreichen Vertragsverhandlung: "Bruchhagen und Hübner waren sehr hartnäckig. Und es sind Leute, die etwas von ihrer Sache verstehen."
Nachdem sich die Eintracht vor knapp einer Woche in Hübner als neuem Sportmanager für die "kleine Lösung" neben dem weiter mächtigen Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen entschieden hatte, überrascht die Personalie Veh. Umso mehr, weil der ehemalige Profi von Borussia Mönchengladbach auch als Kandidat für den Posten des Sportdirektors gehandelt worden war. Letztlich aber folgte der Aufsichtsrat der Frankfurter der Empfehlung Bruchhagens und lotste den 50 Jahre alten Hübner vom künftigen Liga-Konkurrenten MSV Duisburg an den Main.
Nun macht Veh, der nach den Querelen beim Hamburger SV eigentlich erklärt hatte, nicht mehr als Trainer, sondern nur noch als Sportdirektor arbeiten zu wollen, mit Hübner gemeinsame Sache.
Veh besitzt "Aufstiegs-Qualität"
Das Veh über "Aufstiegs-Qualitäten" verfügt, stellte er bereits dreimal unter Beweis: Mit seinem Heimatverein FC Augsburg stieg Veh 1994 in die Regionalliga auf. Bei seinen weiteren Trainer-Stationen gelang ihm der Aufstieg in die 2. Bundesliga sowohl mit Greuther Fürth (1997), als auch mit dem SSV Reutlingen (2000).
Nach seinem Engagement beim VfB Stuttgart übernahm Veh die sportliche Leitung beim VfL Wolfsburg. Dort konnte er das schwere Erbe von Felix Magath, der die "Wölfe" sensationell zur Deutschen Meisterschaft geführt hatte, jedoch nicht erfolgreich fortsetzen.
Zuletzt waren bei der Eintracht Franco Foda, frischgebackener österreichischer Meister mit dem Grazer AK, und Claus-Dieter Wollitz, Trainer des Zweitligisten Energie Cottbus, als heiße Kandidaten für die Daum-Nachfolge gehandelt worden.
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