Fehlende Trainerlizenz: Wehen-Coach Hock bangt um seinen Job
zuletzt aktualisiert: 18.12.2007 - 12:01Wiesbaden (RPO). Trainer Christian Hock muss bei Zweitligist SV Wehen Wiesbaden um seinen Job bangen. Trotz starker Leistungen seines Teams in der Hinrunde droht dem 37-Jährigen der Verlust des Arbeitsplatzes.
Sollte der Ex-Profi im kommenden Jahr nicht den notwendigen Lehrgang zum Fußballlehrer absolvieren, muss Hock sein Amt laut Vizepräsident Markus Hankammer niederlegen.
"Unser Trainer Christian Hock wird am nächsten Lehrgang teilnehmen. Wenn nicht, wird er bei uns auch kein Trainer mehr sein", sagte Hankammer, der bei der Mitgliederversammlung am Montagabend zum Vizepräsidenten für Recht und Verwaltung bestellt wurde, der Frankfurter Rundschau. Bislang ist der Lehrgang 2008 an der Sporthochschule Köln allerdings noch nicht terminiert.
Hock war zu Saisonbeginn aus dem internen Machtkampf mit dem entlassenen Teammanager Djuradj Vasic als Sieger hervorgegangen - auch ohne die notwendige Lizenz zum Trainieren. Daraufhin wurden die Wehener seitens der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu einer Strafe in Höhe von 25.000 Euro verurteilt. "Das ist zwar ärgerlich, aber wir akzeptieren das. Die DFL hat argumentiert, dass sie die Regularien einhalten und auch ein Zeichen setzen muss", meinte Hankammer.
Abseits der Personalie Hock verbreitete Hankammer bei der Mitgliederversammlung am Montagabend gute Nachrichten. So wurde der erwartete Zuschauerschnitt von 6000 Fans pro Heimspiel in der Hinrunde deutlich übertoffen. "Bisher sind es rund 9000. Das ist eine Steigerung um das Zehnfache im Vergleich zum Vorjahr, als durchschnittlich 950 Fans auf dem Halberg waren. Das ist sensationell", erklärte Hankammer.
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