Morgen werden Sponsorenverträge mit holländischem Weltkonzern Philips unterschrieben: Wesentliche Entscheidung
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 25.05.2004 - 10:43Duisburg (RP). Walter Hellmich freut sich. Am Mittwoch werden die Verträge mit Philips unterschrieben. Der niederländische Weltkonzern zeichnet in der neuen MSV-Arena als neuer und wichtiger Sponsor unter anderem für die Computertechnik und die beiden Anzeigetafeln auf der Süd-und Nordtribüne verantwortlich.
„Eine wesentliche Entscheidung für die Arena“ nennt der MSV-Chef die künftige Zusammenarbeit mit Philips. Überhaupt hatte Hellmich gestern einiges zu tun im Stadion. Champions-League-Finalist AS Monaco trainierte unter der Regie des Trainer-Neulings Didier Deschamps in der wachsenden Baustelle, und MSV-Trainer Norbert Meier schaute den Übungen mit Interesse zu, die sich freilich kaum unterscheiden von dem, was Meier mit seinen Zebras an Arbeit verrichtet. Walter Hellmich begrüßte die Delegationsleiter der französischen Equipe, tauschte Wimpel mit dem Präsidenten-Kollegen aus dem Fürstentum, und da durften sogar die heimischen Fotografen mal auf den Auslöser drücken.
Das war freilich nur für ein paar Minuten erlaubt. Dann hieß es in ziemlich barschem Ton: „Ab sofort ist das Fotografieren verboten.“ Monaco möchte unter sich bleiben, sperrt die Öffentlichkeit aus. Im von Security-Kräften abgeschotteten Landhaus Milser bereitet sich die französische Meistertruppe auf das Spiel am Mittwoch in der Arena AufSchalke gegen den FC Porto vor. Morgen, so sickerte durch, soll Prinz Albert den Kickern seine Aufwartung machen. Genaueres weiß niemand so recht, allein schon wegen der hohen Sicherheitsstufe ist Verschwiegenheit angesagt.
Dass die Sache mit Philips geklappt hat, ist für den MSV und den Stadionbau von Bedeutung. In den nächsten Tagen geht es im Übrigen darum, die personellen Weichen für die neue Saison zu stellen. „Aachen will Ivica Grlic nicht gehen lassen, aber wir sind hart dran“, stellte Hellmich gestern mit Zuversicht fest. Der Mittelfeldspieler könnte im eher defensiven Bereich eine gute Ergänzung zu Dirk Lottner sein, der offensiv die Fäden spinnen soll im künftigen Spiel der Zebras. Für die linke Abwehrseite ist der Kolumbianer Jesus Sinisterra von Arminia Bielefeld im Gespräch, der aber auch mit der Bundesliga liebäugelt, die er mit den Ostwestfalen gerade erst erreicht hat. Zusätzlich soll noch ein Innenverteidiger her.
„Für vorne suchen wir nicht mehr“, sagt Hellmich und verweist auf fünf Angreifer, die in der neuen Spielzeit zur Verfügung stehen: Aziz Ahanfouf, Markus Kurth, insgesamt für 25 Tore verantwortlich, dazu Miro Spizak, Peter van Houdt und Josef Ivanovic stehen zur Verfügung. Apropos Ivanovic. Die beiden Trainer absolvieren mit dem gebürtigen Bielefelder über die just zu Ende gegangene Saison jeweils eine Woche ein speziell ausgerichtetes Sondertraining. Erst dann kann der „Jupp“ ein paar Tage Urlaub machen.
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