Monte Carlo: Gutes Comeback für Haas: Glatter Zwei-Satz-Sieg für den Deutschen
zuletzt aktualisiert: 17.04.2001 - 20:11Monte Carlo (rpo). Nach seiner dreiwöchigen Verletzungspause hat sich Tommy Haas (Foto) beim Masters-Turnier in Monte Carlo in beeindruckender Weise zurückgemeldet. Durch einen glatten 6:0, 6:1-Erfolg über den Weißrussen Max Mirnyi zog er als einziger Deutscher in die zweite Runde ein, nachdem am Vortag bereits zwei gescheitert waren.
Nächster Haas-Kontrahent ist der frühere Weltranglistenerste Carlos Moya aus Spanien, der Ex-Olympiasieger Marc Rosset aus der Schweiz 6:4, 6:4 bezwang. Allerdings war Haas trotz einer Bandage an seinem linken Fuß noch immer nicht beschwerdefrei. "Ich habe es beim Match gefühlt. Wenn es jetzt sehr wehtun sollte, werde ich am Mittwoch eventuell nicht spielen", sagte der Hamburger.
Das erwartete Aus kam für Rainer Schüttler, der als letzter der vier gestarteten deutschen Profis auf dem Platz stand. Der 27 Jahre alte Bad Homburger kämpfte 1:50 Stunden lang wacker gegen Thomas Enqvist, musste sich dem an Nummer elf gesetzten Schweden aber letztlich mit 2:6, 6:4, 3:6 beugen. Schon am Ostermontag hatten sich Nicolas Kiefer und David Prinosil nach schwachen Leistungen verabschiedet. Prinosil schied mit Mirnyi auch im Doppel aus. Gegen die Franzosen Arnaud Clement und Sebastien Grosjean gab es eine 2:6, 1:6-Pleite. Kiefer und sein marokkanischer Partner Hicham Arazi verloren 6:7 (6:8), 6:1, 2:6 gegen Roger Federer aus der Schweiz und den Slowaken Dominik Hrbaty.
Für die erste große Überraschung sorgte der Franzose Arnaud di Pasquale, der US-Open-Sieger Marat Safin mit 6:3, 6:1 ausschaltete. Der Russe war nach den Absagen der Stars Andre Agassi, Pete Sampras und Patrick Rafter die Nummer eins der Setzliste, wirkte aber beim Aufschlag immer noch durch die Folgen einer hartnäckigen Rückenverletzung gehandicapt. Safin hatte deshalb auch im Daviscup gegen Schweden gefehlt. Auch sein Landsmann Jewgeni Kafelnikow scheiterte überraschend mit 7:5, 2:6, 5:7 am Österreicher Markus Hipfl. Der Brasilianer Gustavo Kuerten quälte sich zu einem 6:4, 4:6, 6:4 über Younes El Aynaoui aus Marokko.
Haas stand erstmals seit seiner Knöchelverletzung, die er sich am 26. März beim Masters-Turnier in Miami zugezogen hatte, wieder auf dem Platz. Bei seinem Comeback profitierte er auch von einem harmlosen Kontrahenten und verwandelte nach nur 62 Minuten seinen ersten Matchball. Der ebenfalls 23 Jahre alte Mirnyi brachte nur 37 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld und produzierte zehn Doppelfehler. Haas nahm dem 34. der Weltrangliste sämtliche Aufschlagspiele ab und ließ den einzigen Spielverlust bei eigenem Service zu. Für die Nummer 23 der Weltrangliste war es im zweiten Duell der zweite Sieg über den an Nummer 40 geführten Mirnyi, den er zuvor auf dem Weg zu Olympia-Silber in Sydney bezwungen hatte.
Auf der Suche nach einem festen Coach will sich Haas nach eigenen Worten an den früheren Wimbledonsieger Michael Stich wenden. "Ich hatte beim Daviscup in den Niederlanden keine Gelegenheit, mit ihm zu sprechen", sagte Haas, der skeptisch ist, ob Stich permanent mit zu Turnieren reisen möchte. Bis zu den French Open in Paris Ende Mai will Haas Woche für Woche spielen. Gemeldet hat er für die Sandplatz- Wettbewerbe in Barcelona, Mallorca, Rom und Hamburg. Nicht geplant ist damit ein Start in München, wo zeitgleich mit Mallorca gespielt wird. Außerdem steht der World Team Cup in Düsseldorf im prall gefüllten Kalender.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum











