Pulheim: Topfavorit Daly nach erster Runde im Soll: Golf: Starker Auftakt von Langer
zuletzt aktualisiert: 04.10.2001 - 18:48Pulheim (rpo). Deutschlands Top-Golfer Bernhard Langer gehört noch lange nicht zum alten Eisen. Mit einer 67er-Auftaktrunde bei den "Linde German Masters" schob sich der 44-jährige Ausnahme-Profi mit in die Spitze bei dem mit 5,4 Millionen Mark (2,7 Millionen Euro) dotierten PGA-Wettbewerb in der Nähe von Köln.
Nur der Engländer Greg Owen (65), der Schwede Henrik Nyström (65) sowie Ricardo Gonzales (66/Argentinien) und John Senden (66/Australien) lagen unter 108 Konkurrenten am Donnerstag vor dem Schwaben auf dem Par 72-Kurs in Pulheim. Die Siegprämie von 880 000 Mark ist neben dem gleichen Preisgeld bei der "Deutsche Bank - SAP Open" die höchste auf dem Alten Kontinent.
Fast 6000 Zuschauer folgten Langers Spuren auf den nach tagelangen Regenfällen aufgeweichten Fairways. Die Platzkommission musste deswegen die Länge um 242 auf 6114 Meter kürzen. "Das kam mir natürlich zu Gute", freute sich Langer über "die gute Runde". Der für seine Präzisionsarbeit bekannte Schwabe gilt nicht als "Longhitter" auf der Tour. Sechs Birdies und nur ein Bogey verschafften dem Anhausener eine viel versprechende Angriffsposition für seinen vierten Sieg nach 1989, 1991 und 1997.
Zusammen mit dem gerade noch im Soll gestarten Top-Favoriten John Daly (71) war Langer am Montag im Privat-Jet aus Memphis (USA) kommend in Köln gelandet. Daly hatte vor vier Wochen erst die BMW Open in München gewonnen und ist der erste prominente US-Sportler überhaupt, der nach den Attentaten in Europa startet. Die Brüder Langer mussten alle Überredungskünste aufbieten und einen Batzen Geld auf den Tisch legen, um die Flugangst des 35-jährigen Exzentrikers Daly zu dämpfen und diesen über den "Großen Teich" zu locken.
Schon vor dem Finale bei dem mit seinem Bruder Erwin organisierten eigenen PGA-Turnier ist es Langers beste Saison seit vier Jahren. Rang drei bei der British Open, Platz sechs bei den US-Masters in Augusta und der Sieg bei den Dutch Open im September zählen zu den Höhepunkten in diesem Jahr, in dem sich Langer als mit Abstand ältester europäischer Profi für den auf 2002 verlegten 34. Ryder Cup qualifiziert hat.
Alexander Cejka (München) und Sven Strüver (Hamburg) dagegen starteten schwach. Cejka enttäuschte mit einer 74er-Runde. Strüver (73) lag nur um einen Schlag besser. Dafür überraschten von den 13 Deutschen im Wettbewerb der Wuppertaler Ralph Geilenberg und Erol Simsek (Bad Salzuflen) mit jeweils 69 Schlägen.
15. German Masters in Pulheim bei Köln (5,4 Millionen Mark, Par 72), Stand nach der ersten Runde:
1. Henrik Nyström (Schweden) und Greg Owen (England) beide 65 Schläge 3. Ricardo Gonzalez (Argentinien) und John Senden (Australien) beide 66 5. Bernhard Langer (Anhausen), Jarmo Sandelin, Mathias Grönberg, Pierre Fulke, Robert Karlsson, Fredrik Jacobson, Henrik Stenson (alle Schweden), Roger Wessels, Roger Chapman, Ian Poulter, Brian Davis (alle England) und Stephen Leaney (Australien) alle 67 ... 17. u.a. Retief Goosen (Südafrika), Miguel Angel Jimenez (Spanien) und Darren Clarke (Nordirland) alle 68 ... 29. u.a. Ralf Geilenberg (Wuppertal), Erol Simsek (Bad Salzuflen), Jose Maria Olazabal (Spanien) und Ian Woosnam (Wales) alle 69 ... 38. u.a. Colin Montgomerie (Schottland), Padraig Harrington (Irland), Markus Brier (Österreich), Jochen Lupprian (Nürnberg) und Wolfgang Huget (Wegberg) alle 70 ... 57. u.a. John Daly (USA) 71 ... 67. u.a. Thomas Gögele (Semlin), Marcel Siem (Köln), Michael Campbell (Neuseeland/TV), Lee Westwood (England) und Severiano Ballesteros (Spanien) alle 72 ... 85. u.a. Sven Strüver (Hamburg) und Kariem Baraka (München) beide 73 ... 95. u.a. Alexander Cejka (München) und Christoph Günther (Hamburg) beide 74 ... 104. u.a. Patrick Platz (Koblenz) 76 ... 107. Tobias Dier (Nürnberg) 78
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