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Golf
Bierdusche beendet Massons lange Durststrecke

Caroline Masson feiert ersten Turniersieg
Caroline Masson feiert ersten Turniersieg FOTO: ap
Perfektes Timing: Nach ihrem ersten Sieg auf der US-Tour schlägt Caroline Masson in dieser Woche wieder auf der europäischen Tour ab – ausgerechnet bei den Ladies European Masters, die in ihrem Heimatklub in Düsseldorf stattfinden.

Das Ende einer vierjährigen Durststrecke kam für Caroline Masson so plötzlich wie unerwartet. Aber nicht einmal der unfassbar hässliche Siegerpokal aus grünem Glas und eine Bierdusche durch die Konkurrentinnen konnten ihr die grenzenlose Freude über den ersten Sieg auf der US-Golf-Tour verderben. "Es war einfach unglaublich, wie gut das funktioniert hat", sagte die 27-Jährige nach ihrem mehr als überraschenden Triumph im kanadischen Cambridge Bay/Ontario.

Mit neun Birdies im Verlauf einer starken Schlussrunde mit 67 Schlägen katapultierte sich die Gladbeckerin noch vom fünften auf den ersten Platz. Sie kassierte dafür ein Preisgeld in Höhe von umgerechnet 215.000 Euro. Ihr bis dahin einziger Turniersieg, seinerzeit auf der europäischen Tour, lag vier Jahre zurück. Masson: "Richtig erwartet hatte ich diesen Erfolg nicht."

Am Ende lag sie einen Schlag vor der nach drei Runden führenden Lee Mi Hyang aus Südkorea, der Australierin Minjee Lee und Karine Icher aus Frankreich, die sich schlaggleich Rang zwei teilen mussten. Das Trio beglückte die Siegerin anschließend mit einer für Golferinnen eher unüblichen Bierdusche: "Sie dachten wohl, ich kann das ab, weil ich deutsch bin."

Nun will es der Turnierkalender, dass Masson in dieser Woche in vertrauter Umgebung abschlägt. Viele zusätzliche Blicke werden sich ab Donnerstag auf sie beim Ladies European Masters in Düsseldorf richten, das ihr früherer Heimatklub GC Hubbelrath ausrichtet. Ganz so viel verdienen wie in Nordamerika kann die Solheim-Cup-Gewinnerin von 2013 diesmal allerdings nicht, für die Turniersiegerin werden "nur" 75.000 Euro ausgeschüttet.

Pech für die Rheinländerin, dass ihr sportlicher Aufschwung für einen Erfolg beim olympischen Golfturnier in Rio de Janeiro um gut zwei Wochen zu spät kommt. In Brasilien landete sie auf dem 21. Platz, war aber dennoch vom Olympiaflair begeistert: "Alles in allem war es eine fast überwältigende Erfahrung. Ich hoffe, dass ich in vier Jahren in Tokio noch einmal dabei bin."

Dank ihres Triumphzugs im Whistle Bear Golfclub konnte Masson auch ein wenig aus dem Schatten ihrer deutschen Tourrivalin Sandra Gal heraustreten. Die Düsseldorferin, die in Kanada am Cut scheiterte und auch bei Olympia hinter Masson lag, hatte den bislang einzigen deutschen Sieg auf der US-Tour der Damen errungen. Die 31-Jährige gewann 2011 ein Turnier im kalifornischen Carlsbad.

(sid)
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