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Grace spielt 62er-Runde bei einem Major
Eine Golfrunde fürs Geschichtsbuch

Golf: Branden Grace schafft erste 62er-Runde bei einem Major
Der Südafrikaner Branden Grace hat mit einer Traumrunde bei den 146. British Open einen historischen Golf-Rekord aufgestellt. FOTO: ap, AG
Southport/Düsseldorf. Branden Grace gab sich ahnungslos, wenngleich er von Beginn an fühlte, dass es eine großartige Runde war. "Mein Caddie hat mir zum Rekord gratuliert, bis dahin hatte ich keine Ahnung", sagte der Südafrikaner, nachdem er sich auf dem Par-70-Kurs des Royal Birkdale Golfclubs in Southport in die Geschichtsbücher gespielt hatte. Von Eckhard Czekalla

62 Schläge hatte der 29-Jährige für die 18 Bahnen benötigt - Bestwert in der Geschichte der Major-Turniere.

Die begann 1860, als die British Open ihre Premiere erlebten. Es folgten die US Open (1895), die PGA Championship (1916) und - 1934 - das US Masters. 441 Turniere wurden bislang gespielt, 31 Mal beendeten Spieler dabei ihre Runde mit 63 Schlägen. Fast hätte Grace gar keine Chance gehabt, sich derart ins Rampenlicht zu spielen. Mit 144 Schlägen schaffte er nach zwei Runden gerade noch den Cut und durfte das Turnier zu Ende spielen. Die perfekte Runde spülte die Nummer 35 der Weltrangliste von Platz 45 auf Rang fünf. Am Ende belegte er mit 276 Schlägen den sechsten Platz, den er sich mit vier Mitbewerbern teilte.

Um den Sieg beim mit rund 8,8 Millionen Euro dotierten Turnier aber spielten andere. Letztlich setzte sich der 23 Jahre alte Jordan Spieth durch. Der Texaner, der vor zwei Jahren das Masters und die US Open gewinnen konnte, war mit drei Schlägen Vorsprung auf seinen Landsmann Matt Kuchar auf die Schlussrunde gegangen. Kuchar übernahm sogar die Führung, lag am Ende der 18 Bahnen aber mit 271 Schlägen nur auf Rang zwei. Spieth, der 1,62 Millionen Euro für den Sieg kassierte, erreichte mit drei Schlägen weniger das Clubhaus.

Martin Kaymer, der nach zwei 72er-Runden nur knapp den Cut geschafft hatte, steigerte sich. 70 Schlägen am Samstag folgten 68 - mit 282 Versuchen belegte der Mettmanner den geteilten 37. Platz. "Generell war heute alles ein bisschen besser", sagte er. "Aber vor allem das Putten war der Unterschied."

Am Mittwoch hatte er erklärt, dass ihn seit zwei Monaten Schmerzen in der linken Schulter plagen. Die Bizepssehne ist entzündet. Vor allem die langen Schläge bereiteten deshalb Schwierigkeiten. "Ich habe oft nicht wirklich durchgeschwungen", sagte der ehemalige Weltranglisten-Erste. Er kann nur mit Schmerzmitteln spielen. "Die vier Tage habe ich echt gemerkt", gestand Kaymer. "Ich bin froh, dass ich jetzt ein paar Tage frei habe."

Quelle: RP
 
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