| 12.29 Uhr

Comeback nach Hochzeit und Millionendeal
Für McIlroy beginnt ein neues Golf-Kapitel

McIlroy feiert Sieg beim Saison-Finale mit Freundin
McIlroy feiert Sieg beim Saison-Finale mit Freundin FOTO: afp, sh
Am Donnerstag beginnt in Ponte Vedra Beach/Florida die Players Championship – jenes Turnier, das wegen der üppigen Prämien auch als "fünftes Major" betitelt wird. Während Martin Kaymer kaum Chancen auf den zweiten Sieg nach 2014 haben dürfte, ist vor allem der Nordire Rory McIlroy bereit.

Rory McIlroy war hervorragend gelaunt, er schwärmte sogar vom "besten Wochenende meines Lebens". Aber nicht (nur) der nächste Millionen-Deal hob die Stimmung des nordirischen Golfstars auf ein neues Niveau, sondern vor allem die Hochzeit mit seiner Erica. "Es ist gerade alles so, wie ich es mir vorstelle", sagte McIrloy: "Ein neues Kapitel beginnt."

Ende April hatte der 28-Jährige aus Holywood bei Belfast seiner Gattin im Beisein zahlreicher Prominenter aus dem Showbusiness das Ja-Wort gegeben, die Wochen davor und danach auf Turnierteilnahmen verzichtet. Privat ist mittlerweile also alles geregelt – und die Zeit gekommen, um auch auf den Grüns wieder zu reüssieren.

Für sein Comeback hat sich der viermalige Major-Champion dabei nicht irgendein Turnier ausgesucht. Im malerischen TPC Sawgrass von Ponte Vedra Beach/Florida wird McIlroy ab Donnerstag bei der Players Championship wieder abschlagen und wie jeder seiner zahlreichen Konkurrenten versuchen, die üppigen Boni einzustreichen.

Satte 1,89 Millionen Dollar (etwa 1,7 Millionen Euro) bekommt der Sieger überwiesen, dazu so viele Punkte für die Weltrangliste und die Saisonwertung im FedEx-Cup, wie es nur bei den vier großen Turnieren üblich ist. Kein Wunder, dass die Veranstaltung nicht nur in den Medien als "fünftes Major der Saison" betitelt wird.

"Es ist ein großartiges Turnier auf einem schwierigen Platz, bei dem ich mich zügeln muss", sagt McIlroy. Soll heißen: Nicht die weitesten Abschläge werden gewinnbringend sein, sondern die richtigen Schläge zur rechten Zeit. Wie etwa auf dem berühmten Loch 17, einem Par 3, bei dem das Grün komplett vom Wasser umgeben ist.

McIlroy, der von seinem neuen Ausrüster TaylorMade in der kommenden Dekade jährlich zehn Millionen Dollar erhält, ist jedenfalls bereit. "Ich bin angekommen, und ich glaube, dass die guten Erfahrungen neben dem Platz mir auch auf dem Kurs zugutekommen werden", sagte er.

Mit 10,5 Millionen Dollar (rund 9,6 Millionen Euro) ist das Turnier sogar höher dotiert als die beiden prestigträchtigsten Majors der Saison, das US Masters und die British Open. Für McIlroy zählt allerdings nur der Premierensieg, das Geld benötigt der Multi-Millionär längst nicht mehr.

Das gilt im Übrigen auch für Deutschlands Top-Golfer Martin Kaymer, der auch ohne die lukrativen Verträge eines McIlroy längst ausgesorgt hat. Ein Grund dafür: Sein Erfolg in Ponte Vedra Beach aus dem Jahr 2014. "Damals war die Players wie ein Befreiungsschlag für mich", sagte Kaymer, der aber seit seinem US-Open-Sieg im Juni 2014 auf einen Erfolg wartet.

Neben dem 32-Jährigen aus Mettmann nehmen aus Deutschland noch die Routiniers Alex Cejka (München) und Bernhard Langer (Anhausen) teil. Titelverteidiger ist der Australier Jason Day.

(sid)
 
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