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Golf
Kaymer verspielt unter Schmerzen guten Start bei British Open

British Open 2017: Fragen und Antworten
British Open 2017: Fragen und Antworten
Southport. Martin Kaymer bleibt am ersten Tag der 146. British Open zwei Schläge über dem Platzstandard. In der zweiten Runde muss sich Deutschlands Golfstar gegen das drohende Aus stemmen.

Von Schmerzen geplagt hat Martin Kaymer hat einen guten Auftakt in die 146. British Open verspielt und muss sogar um den Cut bangen. Deutschlands Golfstar war am Donnerstag in Southport mit Schulterproblemen an den Start gegangen und spielte gehandicapt eine 72er-Runde auf dem Par-70-Platz an der Nordwestküste Englands. Der zweifache Major-Sieger aus Mettmann hat auf dem geteilten 79. Rang bereits sieben Schläge Rückstand auf die Spitzenreiter Jordan Spieth, Brooks Koepka und Matt Kuchar. Die drei US-Profis spielten im Royal Birkdale Golf Club jeweils eine starke 65er-Runde.

Kaymer hatte einen Tag vor Beginn des dritten Major-Turnier des Jahres erklärt, dass er sich schon seit zwei Monaten mit Problemen in der linken Schulter plage. Am ersten Turniertag konnte der ehemalige Weltranglistenerste bei strahlendem Sonnenschein und verhältnismäßig wenig Wind die guten äußeren Bedingungen nicht richtig nutzen. Nun muss er sich am Freitag steigern, um die Qualifikation für die beiden entscheidenden Runden am Wochenende zu schaffen.

Die letzten Löcher seien "sehr schmerzhaft" gewesen, berichtete Kaymer nach der Runde. Vor allem die langen Abschläge bereiteten ihm Probleme. "Ich habe oft nicht wirklich durchgeschwungen", sagte er. Nur 43 Prozent seiner Abschläge trafen die Spielbahnen. "Ich möchte gerne durch den Schmerz durchschwingen, aber der Reflex ist schwer zu kontrollieren." Unter diesen Umständen sei er mit dem Ergebnis noch "ganz zufrieden", gestand Kaymer, der nur unter Schmerzmitteln spielen kann. Mit zwei Schlaggewinnen auf den letzten beiden Löchern verhinderten er noch Schlimmeres.

Einen hervorragenden Start in das mit 10,25 Millionen Dollar dotierte Traditionsturnier lieferten Spieth, Koepka und Kuchar ab. Den drei US-Amerikanern unterliefen fast keine Fehlschläge auf dem schweren Dünen-Kurs. Mit ihrem präzisem Spiel begeisterten sie die Tausenden Zuschauer auf der Anlage. "Das war wirklich ein guter Anfang. Alles in meinem Spiel passte zusammen", sagte der zweifache Major-Champion Spieth, der bereits 2015 das Masters in Augusta und die US Open gewann. "Jetzt muss ich es nur noch zusammenhalten."

Titelverteidiger Henrik Stenson begann die British Open mit einem Schlag unter Platzstandard. "Natürlich nehme ich die 69er-Runde mit. Das hier ist immerhin ein Major-Turnier und dafür ist eine Runde unter Par kein schlechtes Ergebnis", sagte der Schwede. "Aber ein, zwei Putts mehr hätte ich noch lochen können." Die Open-Trophäe, die Claret Jug, will der Skandinavier unbedingt weiter in seinem Besitz behalten. Der Weltranglistenerste Dustin Johnson aus den USA lag nach dem ersten Tag mit 71 Schlägen auf dem 58. Rang.

Für den in Southport geborenen Geheimfavoriten Tommy Fleetwood wurde der erste Tag bei seinem Heimspiel zum Desaster. Der Engländer, der in den vergangenen Wochen auf der European Tour und der US-PGA-Tour glänzende Resultate eingespielt hatte, kehrte mit einer schwachen 76er-Runde und Position 133 ins Clubhaus zurück. Auch der amtierende Master-Champion Sergio Garcia kam am ersten Tag der British Open nicht richtig in Schwung. Nach der 73 lag der Spanier nur auf dem 90. Rang und muss um das Weiterkommen zittern.

(dpa)
 
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