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Desolater Auftakt
Kaymer beim Masters: "Jedes Mal ein Kampf für mich"

Fotos: Kaymer am ersten Tag in Augusta desolat
Fotos: Kaymer am ersten Tag in Augusta desolat FOTO: afp, sh
Augusta/Frankfurt. Martin Kaymer muss nach seiner desolaten Auftaktrunde beim US Masters um den Cut kämpfen – wieder einmal. Bernhard Langer spielte solide.

Martin Kaymer musste nicht lange überlegen, um ein treffendes Fazit für seine desolate Auftaktrunde beim 79. US Masters in Augusta/Georgia zu ziehen. "Ich komme auf diesem Platz einfach nicht nach vorne", sagte Deutschlands bester Golfer, der zum Auftakt des ersten Majors eine 76 spielte und damit nur auf dem 77. Rang lag: "Es ist jedes Jahr ein Kampf für mich. Und es wird nicht einfacher, eher schwieriger."

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Während Altmeister Bernhard Langer (Anhausen), der das Masters 1985 und 1993 gewonnen hatte, mit einer 73 ebenso wie US-Superstar Tiger Woods als 41. im gesicherten Mittelfeld landete, geht es für Kaymer am Freitag nur darum, den Cut zu überstehen. "Es macht mir viel Spaß zu kämpfen", sagte der 30-Jährige aus Mettmann, der zum Verständnis aller Beteiligten nochmals wiederholte, dass der Par-72-Kurs an der legendären Magnolia Lane "schwer, sehr schwer" zu spielen sei.

Dass man trotz der Tücken aber auch mit einem niedrigen Score das Klubhaus erreichen kann, bewies insbesondere US-Boy Jordan Spieth. Der 21-Jährige, im vergangenen Jahr bereits Zweiter, zauberte eine 64er-Runde auf das Grün und lag damit drei Schläge vor einem Quartett, unter anderem bestehend aus Justin Rose (England) und Ernie Els (Südafrika).

Der Weltranglistenerste Rory McIlroy (Nordirland) zeigte mit einer 71 zwar eine solide Leistung, muss sich als 18. aber steigern, wenn er schon in diesem Jahr als sechster Golfer den "Karriere-Grand-Slam" schaffen will. Nach Siegen bei der US und British Open sowie der US PGA Championship ist das Masters das einzige Major, das der 25-Jährige noch nicht gewonnen hat.

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Von seinem dritten Major-Erfolg kann Kaymer nach dem Fehlstart nur träumen. "Ich gebe wirklich mein Bestes", sagte der Rheinländer missmutig, "und wenn das mein Bestes ist, muss ich das akzeptieren". Wahrscheinlich spielten auch die Geschehnisse am letzten Loch eine Rolle für Kaymers schlechte Laune. Ausgerechnet auf seinem vermeintlichen Lieblingsloch ("Das liegt meinem Spiel, weil es von links nach rechts verläuft") unterlief ihm ein Doppel-Bogey, was den Eindruck der vergangenen Wochen, den die ehemalige Nummer eins der Welt hinterlassen hatte, nur bestätigte.

Zweimal nacheinander hatte Kaymer zuletzt nach desolaten Vorstellungen den Cut verpasst und auch bei den zwei Turnieren zuvor mit den Plätzen 31 und 44 nicht sein bestes Golf gezeigt. "Schockiert", gab Kaymer danach zu, sei er von seiner Leistungskurve gewesen, und dennoch war er mit großer Vorfreude zum Masters gereist. "Vom Spielerischen her mache ich mir wenig Gedanken", sagte er im Gespräch mit golfpost.de. Beim kurzen Spiel, so seine Hoffnung, "müssen halt einige Sachen zusammenlaufen in der Woche". Am Donnerstag ging gerade das gründlich schief.

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Besser machte es Langer. Der 57-Jährige, der dank seiner Triumphe ein lebenslanges Spielrecht in Augusta genießt, merzte die Nachteile seiner kürzeren Abschläge durch gute Putts auf den Grüns aus. "Da muss man auch ein bisschen kreativ sein. Ich war damit mehr oder weniger zufrieden", sagte Langer, der seinem Landsmann Kaymer für die zweite Runde Mut zusprach: "Er schlägt den Ball lang genug und ist eigentlich ein super Putter. Meiner Meinung nach kann er das alles."

(sid)
 
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