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US PGA Championship
"Frustrierend": Kaymer hadert mit Blackout am letzten Loch

Fotos: Das ist Martin Kaymer
Fotos: Das ist Martin Kaymer FOTO: AP
Martin Kaymer ist zwar gut in die US PGA Championship gestartet, ein Blackout am letzten Loch kostete ihn jedoch eine noch bessere Ausgangslage. Nach der ersten Runde führte US-Boy Dustin Johnson - mal wieder.

Martin Kaymer hatte keine Zeit zu verlieren. Nach dem frustrierenden Ende seiner letztlich durchschnittlichen ersten Runde bei der US PGA Championship schnappte sich Deutschlands Top-Golfer die Schläger und drosch noch ein paar Bälle über den Übungsplatz. "Ich muss versuchen, die neun so schnell wie möglich abzuhaken", begründete Kaymer seine spontane Trainingseinlage.

Ausgerechnet auf der neunten Bahn nämlich, am Donnerstag Kaymers Schlussloch, unterlief dem früheren Weltranglistenersten aus Mettmann das Missgeschick. Anstatt das Loch solide mit Par und vier Schlägen zu absolvieren, benötigte der Deutsche sechs.

"Das Finish ist sehr frustrierend", ärgerte sich Kaymer, dem 2010 auf dem Kurs in Kohler/Wisconsin mit dem Gewinn des vierten Major-Turniers der Saison der Durchbruch in die Weltspitze gelungen war. "Eine Runde drei unter Par wäre gut gewesen, zwei unter ist bei diesen Bedingungen aber nur Durchschnitt", sagte er.

Weil Kaymer auf den vorherigen 17 Löchern allerdings so Golf spielte, "wie es in einer Major-Woche sein soll", standen trotz des Blackouts am ersten Tag 70 Schläge und ebenso wie bei Marcel Siem (Ratingen) der verheißungsvolle 15. Platz zu Buche. "Ich habe sehr gut gespielt und mir viele Chancen erarbeitet. Leider konnte ich nur einige nutzen", bilanzierte Kaymer, auf dessen Scorecard neben dem Doppel-Bogey noch ein Bogey und fünf Birdies verzeichnet waren.

Ganz nebenbei erhöhte der Deutsche damit auch seine Chancen, Ende August zumindest am ersten Turnier der hochdotierten PGA-Play-off-Serie teilzunehmen. Dafür muss Kaymer durch ein gutes Ergebnis noch unter die besten 125 Golfer der FedEx-Wertung klettern, derzeit belegt er Rang 160.

Einer, der dann sicher dabei sein wird, ist US-Boy Dustin Johnson. Der 31-Jährige eroberte in Kohler mit 66 Schlägen die Führung - was aber nichts zu bedeuten hat. Schon bei der US Open hatte Johnson nach dem ersten Tag auf Platz eins gelegen, bei der British Open sogar nach zwei Runden, ehe er nach schlechten Leistungen abrutschte. "Heute blieb ich den gesamten Tag konzentriert und geduldig. Ich habe es kontrolliert", sagte Johnson.

Wenn dem Schwiegersohn von Eishockey-Legende Wayne Gretzky dies weiterhin gelingt, könnte er auch die Superstars der Szene in Schach halten. Der Weltranglistenerste Rory McIlroy (Nordirland) benötigte am ersten Tag wie sein Flight-Partner Jordan Spieth (USA), amtierender US-Masters- und US-Open-Champion, 71 Schläge.

"Alles unter Par ist ordentlich", sagte Titelverteidiger McIlroy, der nach rund einmonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte. Spieth sah es ähnlich, analysierte die Runde sogar als "eine der besseren, die am Nachmittag gespielt worden waren."

Sicher nicht dazu gehörte der Auftritt von British-Open-Sieger Zach Johnson (USA), ebenfalls Teil des "Monster-Flights" um McIlroy und Spieth. Der 39-Jährige erreichte das Klubhaus mit 75 Schlägen auf dem 86. Rang - ebenso wie der kriselnde US-Superstar Tiger Woods.

"Das war, was das Putten angeht, wohl eine meiner schlechtesten Runden seit langem", sagte der 14-malige Major-Sieger Woods. Der Münchner Alex Cejka benötigte sogar noch einen Schlag mehr und lag am Ende auf Platz 102.

(sid)
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