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US PGA Championship
Kaymer tut sich nach dem Gewitter schwer

US PGA Championship: Martin Kaymer tut sich nach dem Gewitter schwer
Martin Kaymer hat seine Siegchancen wohl schon verspielt. FOTO: afp, ch
Springfield. Nach einer stundenlangen Gewitter-Unterbrechung hat Deutschlands Top-Golfer Martin Kaymer nur schwer in die dritte Runde der US PGA Championship in Springfield gefunden.

Der 31-Jährige aus Mettmann, der als Sechster in die zweite Hälfte des letzten Majors des Jahres gegangen war, leistete sich auf den ersten neun Löchern einige Schlagverluste und verspielte damit womöglich bereits seine Siegchance.

Kaymer gelang nur ein Birdie, dafür leistete er sich drei Bogeys - in dieser Form wird der einstige Weltranglistenerste bei der Generalprobe für Olympia in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) nichts mit den Spitzenplätzen zu tun haben. Die Konkurrenz um Titelverteidiger Jason Day (Australien) spielt konstant gut und fehlerarm.

Am Samstag waren Kaymer und Co. von einem schweren Gewitter ausgebremst worden. Nach langem Warten wurde der Spielbetrieb gegen 20.15 Uhr MESZ komplett eingestellt - und der Spielplan endgültig durcheinander gewürfelt. Noch ist unklar, ob das Turnier mit einer Doppelrunde noch am Sonntag endet oder die Entscheidung des mit 10 Millionen Dollar dotierten Majors auf Montag verlegt wird.

Kaymer wäre mit beiden Varianten einverstanden. "Es ist ideal, eventuell 36 Löcher an einem Tag zu spielen. Für richtig fitte Jungs kein Problem", sagte er.

Nach seinen ersten beiden Runden auf durchweg hohem Niveau brachte das schlechte Wetter den Champion von 2010 zunächst aus dem Schwung. Erst am siebten Loch gelang ihm das erste Birdie, das zunächst das einzige bleiben sollte.

Dabei hatte Kaymers Formkurve zuletzt deutlich nach oben gezeigt - auch weil das olympische Golfturnier als eines der Highlights des Kalenders immer näher rückte. Kaymer nannte Olympia eine "Inspiration. Ich bin sicher, die Erlebnisse werden mich auch danach noch für Wochen beschäftigen", sagte er.

In Rio wird Kaymer zumindest zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter zählen. Nach der Absage zahlreicher Topstars - die allermeisten aus Sorge um das in Brasilien grassierende Zikavirus - sind die Chancen des Mettmanners deutlich gestiegen. "Auf den verschiedenen Touren bin ich jetzt seit fast zehn Jahren dabei, da kenne ich schon alles. Aber Olympia, das deutsche Team, das Olympische Dorf, all das werden neue Erfahrungen", hatte Kaymer dem SID jüngst gesagt.

(sid)
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