ATP-Turnier in München: Ivanisevic nach schwacher Leistung raus: Haas gegen Prinosil weiter - Aus für Schüttler
zuletzt aktualisiert: 02.05.2000 - 18:48München (sid). Tommy Haas hat im deutschen Daviscup-Duell mit David Prinosil kurzen Prozess gemacht und kommt nach einer bisher enttäuschenden Saison allmählich in Form. Allerdings profitierte der 21-Jährige beim ATP-Turnier in München von einer Schulterverletzung seiner Gegners, der nach 45 Minuten beim Stand von 1:6, 2:4 entnervt aufgab. Immerhin zog Haas als erster von sieben gestarteten deutschen Profis ins Achtelfinale ein.
Dort erwartet Haas am Donnerstag mit dem Qualifikanten Bohdan Ulihrach (Tschechien) erneut eine lösbare Aufgabe. "Ich wusste, dass er angeschlagen war, deshalb war es schwer für mich, gegen ihn zu spielen", sagte Haas nach dem Kurzauftritt gegen Prinosil. Denoch war er mit dem lockeren Aufgalopp in seiner zweiten Heimat durchaus zufrieden: "Es geht aufwärts. Ich fühle mich fitter und habe derzeit keine Probleme mehr mit der Hüfte."
Deutlich schlechter erging es dem kranken Daviscup-Kollegen Rainer Schüttler (Bad Homburg), der gegen den Tschechen Jiri Novak beim Stand von 1:6, 2:3 aufgeben musste. "Ich habe alles versucht, aber es hatte keinen Sinn mehr", sagte der grippegeschwächte Verlierer enttäuscht. Auch Oliver Gross (Weiden), der dem Tschechen Slava Dosedel 3:6, 2:6 unterlag, schied wie tags zuvor schon Jens Knippschild aus.
Nach der verletzungsbedingten Absage von Nicolas Kiefer konzentrieren sich die deutschen Hoffnungen in München nur noch auf Tommy Haas. Dem Weltranglisten-40. genügte vor nur 1.500 Zuschauern auf dem Centre Court eine solide Leistung, um den gehandicapten Prinosil klar zu beherrschen. Ein schnelles Break zum 3:1 im ersten Satz, nach nur 20 Minuten stand es 6:1. Nach dem Break zum 2:4 im zweiten Satz hatte Prinosil genug.
Letzte Woche in Barcelona scheiterte Haas erst im Viertelfinale an dem Spanier Carlos Moya, auch in München ist er noch lange nicht am Ziel. "Ich kann das Ding hier gewinnen", kündigte er optimistisch an. Zwar ist der ehemalige Top Ten-Spieler im Champions Race auf Platz 40 zurückgefallen, dennoch geht der Blick wieder nach vorne. Zusammen mit seinem langjährigen Trainer David "Red" Ayme, zu dem er vor kurzem zurückkehrte. Die Zusammenarbeit mit dem Kolumbianer Raul Ordonez wurde wegen "vertraglicher Probleme" (Vater Peter Haas) nach nur zwei Monaten wieder beendet.
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