ATP-Turnier in Wien: Haas kämpft sich über Pioline ins Finale
zuletzt aktualisiert: 14.10.2000 - 20:58Wien (sid). Tommy Haas hat seinen Siegeszug beim ATP-Turnier in Wien fortgesetzt und das achte Endspiel seiner Karriere erreicht. Im Halbfinale bezwang der 22 Jahre alte Münchner den an Nummer acht gesetzten Franzosen Cedric Pioline nach anfänglichen Problemen 6:7 (5:7), 6:2, 6:2 und wahrte damit die Chance, als dritter Deutscher nach Michael Stich (1991) und Boris Becker (1996) die mit 800.000 Dollar dotierte Konkurrenz in der Wiener Stadthalle zu gewinnen.
"Ich hoffe natürlich auf meinen zweiten Turniererfolg. Und wenn das nicht klappt, ist das auch nicht schlimm. Ich habe hier ohnehin schon mehr erreicht, als ich vorher gehofft habe. Die Zuschauer, die Atmosphäre - es war wirklich eine tolle Woche für mich", sagte Haas.
Für Haas ist es nach einer schwachen Saison das beste Ergebnis auf der ATP-Tour seit Anfang Mai, als er in München ebenfalls im Finale stand, dort aber seinen zweiten Turniererfolg nach Memphis 1999 gegen den Argentinier Franco Squillari verpasste.
Das nach best-of-five Modus ausgetragenen Endspiel am Sonntag (14.00 Uhr) wartet nun auf den Olympiazweiten von Sydney der Briten Tim Henman (Nr. 6), der sich gegen Roger Federer durchsetzte.
Gegen Pioline erwischte der deutsche Daviscupspieler, der seine gute Olympiaform mit nach Wien genommen hat, wie im Viertelfinale gegen Golmard vor 8.000 Zuschauer einen misslungenen Auftakt. Viele unnötige Fehler führten nach zunächst drei abgewehrten Breakbällen im ersten Satz zum Aufschlagverlust zum 4:5. Nach drei abgewehrten Satzbällen rettete sich Haas noch in den Tiebreak, verlor diesen allerdings nach einem Doppelfehler 5:7. Doch dann steigerte sich Haas, während Pioline im gleichen Maße abbaute.
Nach nur 33 Minuten stellte Haas mit 6:2 den Satzausgleich her und hatte fortan Spiel und Gegner fest im Griff. Nach 2:30 Stunden verwandelte er den ersten Matchball.
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