Kiefer in Rotterdam weiter: Haas locker ins Viertelfinale
zuletzt aktualisiert: 23.02.2001 - 15:12Memphis/Rotterdam (dpa/sid). Im Gleichschritt haben die beiden deutschen Tennisprofis Tommy Haas und Nicolas Kiefer das Viertelfinale bei den ATP-Turnieren in Memphis und Rotterdam erreicht.
Dabei sorgte Kiefer in Rotterdam für eine Überraschung, als er den russischen Olympiasieger Jewgeny Kafelnikow mit 6:4 und 6:2 bezwang und sich damit für die bittere Zweitrunden-Niederlage bei den Australian Open revanchierte, als er trotz zwischenzeitlich deutlicher Führung verloren hatte. Im Viertelfinale hatte Kiefer gegen den Rumänen Andrei Pavel die Chance, sich auch für die Niederlage beim Daviscup-Auftakt in Braunschweig zu revanchieren.
Auch Kiefers Daviscupkollege Tommy Haas setzte in Memphis seinen Erfolgzug fort und unterstrich seine derzeit gute Form. Der an Nummer drei gesetzte gebürtige Hamburger besiegte im Achtelfinale den Amerikaner Paul Goldstein mit 6:3, 6:4. Im Viertelfinale traf Haas, der 1999 in Memphis sein erstes von bislang zwei ATP-Turnieren gewann, der an Nummer fünf gesetzte Amerikaner Jan-Michael Gambill.
In Rotterdam fand durch Kafelnikows Niederlage das Favoritensterben seine Fortsetzung. Zuvor hatten sich bereits Australian-Open-Finalist Arnaud Clement aus Frankreich (gegen Pavel), der an Nummer vier gesetzte Brite Tim Henman (gegen Nicolas Escude/Frankreich) und der Franzose Sebastien Grosjean (gegen Roger Federer/Schweiz) vorzeitig verabschiedet. Der Spanier Alex Corretja ist als letzter Gesetzter noch im Wettbewerb vertreten.
Keine Probleme mit der Favoritenstellung hatte hingegen der topgesetzte Gustvo Kuerten in Buenos Aires, wo er als letzter Spieler ins Viertelfinale einzog. Der Brasilianer besiegte den Tschechen Jiri Vanek mühelos mit 6:2, 6:4 und trifft nun auf den argentinischen Lokalmatador Guillermo Canas.
Für die Düsseldorferin Elena Wagner war beim WTA-Turnier in Bogota im Achtelfinale Endstation. Die frühere Fed-Cup-Spielerin unterlag bei der mit 170.000 Dollar dotierten Konkurrenz der Ungarin Katalin Marosi mit 2:6, 6:2, 2:6. Damit ist am Wochenende keine deutsche Spielerin mehr bei internationalen Turnieren im Einsatz.
In Oklahoma City erreichte die topgesetzte Titelverteidigerin Monica Seles (USA) als erste Spielerin das Viertelfinale. Die frühere Weltranglistenerste besiegte im Achtelfinale Jana Kandarrs Bezwingerin Alexandra Stevenson (USA) leicht mit 6:3, 6:4. In der Runde der besten Acht spielt Seles gegen Lilia Osterloh (USA) oder die Japanerin Shinobu Asagoe. Die Koffer packen kann dagegen die an Nummer drei gesetzte Amanda Coetzer. Die Südafrikanerin musste sich in der zweiten Runde der Slowakin Daniela Hantuchova mit 6:7 (0:7), 6:3, 0:6 geschlagen geben.
Martina Hingis erste Finalistin
Die Schweizerin Martina Hingis steht beim WTA-Turnier in Dubai im Finale. Die Weltranglistenerste gewann im Halbfinale gegen die an Nummer sieben gesetzte Thailänderin Tamarine Tanasugarn mit 7:6 (8:6), 6:1 und steht damit bereits zum fünften Mal in dieser Saison in einem Endspiel. Nächste Gegnerin ist die Siegerin der Partie zwischen der an Nummer drei gesetzten Französin Nathalie Tauziat und der Australierin Rachel McQuillan. Die 20-jährige Schweizerin hatte zuletzt vergangene Woche in Doha ihr zweites Turnier in diesem Jahr nach Sydney und ihr insgesamt 37. seit Filderstadt 1996 gewonnen.
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