Neuer Trainer - altes Leid bei Tennis-Star: Haas steckt in einem Formtief
zuletzt aktualisiert: 01.05.2001 - 18:05Hamburg (rpo). Thomas Haas sucht weiter nach seiner Form. Auch mit neuem Coach an seiner Seite, bleiben die Probleme gleich. Zwei Tage nach dem Arbeitsbeginn des früheren Kiefer- Trainers Sven Groeneveld schied der Hamburger am späten Montagabend durch ein 3:6, 6:7 (4:7) gegen den Spanier Galo Blanco gleich in der ersten Runde des Sandplatzturniers auf Mallorca aus.
Ohne Biss und Fortune musste sich der Daviscupspieler wieder einmal mit einer bitteren Niederlage anfreunden. "Vielleicht muss er ja aus seinen Erfahrungen erst noch lernen", sagte Niki Pilic, der den Wahl-Amerikaner gerne bei seinem Münchner Turnier gesehen hätte. Doch trotz früherer Zusage zog Haas Spanien dem Freistaat Bayern vor. Dort bekam er die Macht der heimischen Sandplatz-Armada zu spüren und musste sich den beißenden Kommentar aus der Ferne gefallen lassen. "Wenn man Profi ist", so Pilic, "dann spielt man da, wo die Chancen am größten sind und wo einen die Zuschauer am meisten unterstützen."
Auch Nicolas Kiefer konnte sich schon vor seinem Erstrundenmatch eine Packung Hohn und Ironie aus München abholen. "Er hat in den letzten drei Jahren zwei Spiele auf Sand gewonnen. Das sagt doch alles", meinte Pilic. Dennoch ärgert sich der einstige Daviscup- Kapitän noch immer über die Absagen der beiden deutschen Spitzenspieler, die seiner Meinung nach ungerechtfertigt viel Geld gefordert haben. Auf dem Center Court der Stierkampfarena in Palma de Mallorca bekam es der 23-jährige Holzmindener am Dienstagabend mit Karol Kucera zu tun und hatte allen Grund, die dritte Auftaktpleite in Serie zu fürchten. Allerdings konnte er sich bei dem Slowaken auch für die Niederlage in der Vorwoche in Barcelona revanchieren.
Einen Fehlstart legte in München Daniel Elsner hin. Mit 4:6, 1:6 musste er sich dem Schweden Thomas Enqvist beugen, der ihm in punkto Präzision und Spielwitz einiges voraus hatte. Dennoch ist der 22- Jährige aus München wieder eine Hoffnung für die Zukunft. Seine Eskapaden auf und neben dem Spielfeld schienen der Vergangenheit anzugehören, und sein Spiel gewinnt langsam an Konturen. Angesichts der Zwangspause wegen eines Bänderrisses ist die Leistung gegen den Weltranglisten-54., der in der Vorwoche in Barcelona im Halbfinale stand, ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.
Nach der Absage der Karlsdorferin Anke Huber kamen am Hamburger Rothenbaum die "Stellvertreterinnen" zum Zug: Andrea Glass aus Benrath besiegte die Spanierin Magui Serna mit 6:4, 6:3 und übernahm damit dankbar die Huber-Rolle. Bei dem Turnier der fehlenden "Zugpferde" wie Martina Hingis, Jennifer Capriati und Anna Kurnikowa warten Veranstalter und Zuschauer auf den ersten Auftritt der topgesetzten Venus Williams. Die Amerikanerin genoss am Dienstag die strahlende Sonne und vergnügte sich mit ihren heiß geliebten Yorkshire-Terrier Bobby.
Als talentierte Schauspielerin hatte sich die 20-Jährige tags zuvor bei einem Sponsor-Auftritt präsentiert. Ganz in Weiss kam sie durch den Hintereingang eines großen Kaufhauses und präsentierte ihren ersten Werbespot, der in den nächsten Tagen im TV-Sender "VIVA" zu sehen sein wird. Ja, das war ihr erster Werbefilm, nein, sie sei jetzt kein Glamour-Star geworden, und über einen "angedichteten" Freund wisse sie nichts, verriet die Wimbledon-Gewinnerin und Hamburg-Siegerin des Jahres 1999.
>>> Ergebnisse Damen | Herren
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum











