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Los Angeles
Hacker stehlen Daten von Anti-Doping-Agentur

Los Angeles. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) ist erneut Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Wie die Organisation bestätigte, drangen russische Cyber-Spione in die Datenbank ein und veröffentlichten vertrauliche Unterlagen von Athleten. Es ist der zweite Angriff seit Anfang August. "Die Wada verurteilt die laufenden Cyber-Attacken, die die Organisation und das weltweite Anti-Doping-System untergraben sollen", sagte Wada-Generaldirektor Olivier Niggli in einem Statement.

Der Angriff war vom russischen Hacker-Verbund Tsar Team (ATP28), auch bekannt unter dem Namen Fancy Bear, durchgeführt worden. Die Gruppe will herausgefunden haben, dass unter anderem die Tennisspielerinnen Serena und Venus Williams und Turn-Olympiasiegerin Simone Biles (alle USA) positiv auf verbotene Substanzen getestet worden sind. Um einen illegalen Vorgang habe es sich bei der Einnahme der Präparate aber wohl nicht gehandelt, denn für die verbotenen Substanzen hätten die betroffenen Sportler Ausnahmegenehmigungen der Wada gehabt.

Das Internationale Olympische Komitee bestätigte den Vorgang ebenfalls, verwies jedoch darauf, dass keiner der Athleten in Rio die Doping-Regularien verletzt habe.

(RP/sid)
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