US-Schwimmverband revidierte Votum:: "Haifisch"-Anzüge erlaubt
zuletzt aktualisiert: 20.07.2000 - 16:41Colorado Springs (dpa). Der US-Schwimmverband hat ein erst vor Wochenfrist gefälltes Votum revidiert und erlaubt bei den nationalen Olympia-Ausscheidungen vom 9. bis 16. August in Indianapolis jetzt doch die "Haifisch"-Ganzkörperanzüge. Am Mittwoch (Ortszeit) entschied die Exekutive des Verbandes in Colorado Springs mit 15:6 Stimmen für die Verwendung der neuartigen Materialien, die den Wasser-Widerstand nicht unerheblich verringern.
Noch in der vergangenen Woche hatte das so genannte "Board", dem auch Trainer und Athleten angehören, mit 16:3 gegen die neuen Anzüge votiert. Der Verband befürchtete Chancen-Ungleichheit wegen angeblicher Lieferschwierigkeiten der Hersteller für die in Indianpolis erwarteten 1 300 Athleten.
Auf der Internet-Homepage des US-Verbandes begründete Generaldirektor Chuck Wielgus das neue Abstimmungsergebnis damit, intensive Kontakte mit den Lieferanten garantierten jetzt offenbar doch, dass jeder potenzielle Sydney-Starter rechtzeitig in den Besitz eines neuen Anzugs kommen werden. "Wir mussten das Verbot auch deshalb aufheben, weil die jüngsten Entwicklungen im Welt- Schwimmsport dafür sprechen", sagte Wielgus. Australiens Weltrekordler Ian Thorpe erzielte seine Bestleistungen in diesem Jahr mit dem neuen Material, das sich an der Beschaffenheit von Haifisch- Haut orientiert.
Der Schwimm-Weltverband FINA hat die neue Technologie im Oktober 1999 anerkannt und zur Verwendung frei gegeben. In Sydney dürfen die Olympia-Teilnehmer die neuen Anzüge ebenfalls tragen.
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