Noch drei Deutsche sind dabei: Halle: Schüttler im Achtelfinale ausgeschieden
zuletzt aktualisiert: 12.06.2002 - 17:58Halle/Westfalen (rpo). Beim Tennisturnier im westfälischen Halle ist Davis-Cup-Spieler Rainer Schüttler ausgeschieden. Er unterlag im Achtelfinale dem Tschechen Bohdan Ulihrach in drei Sätzen.
Der Korbacher unterlag am Mittwoch mit 2:6, 7:6 (7:2), 5:7. Schüttler zeigte zwar großen Kampfgeist, konnte in der Partie aber nie an seine Form vom Auftaktsieg gegen dessen Landsmann Jiri Novak anknüpfen. Zwei Matchbälle bei 4:5 wehrte Deutschlands Nummer zwei noch ab, nach 2:09 Stunden schlug er den dritten Matchball des Tschechen aber ins Netz.
Zum Glück für den Veranstalter blieben die "großen Namen" aber noch im Turnier. Titelverteidiger und Australian-Open-Sieger Thomas Johanson (Schweden) setzte sich souverän mit 6:3, 6:4 gegen den Kroaten Ivan Ljubicic durch. Der topgesetzte zweimalige Halle-Sieger Jewgeni Kafelnikow bezwang den französischen Qualifikanten Cyril Saulnier 6:3, 7:5 und trifft nun auf Ulihrach.
"Ich habe ganz gut angefangen, dann aber ziemliche Schwierigkeiten mit meinem Aufschlag bekommen", sagte der 25-Jährige. Sauer hatte er den Center Court verlassen, nachdem er auch mit unbändigem Kampfgeist dem Spiel keine entscheidende Wende geben konnte. "Ich wusste ja, dass es schwer werden würde. Aber ich wusste auch, dass ich gut drauf bin." Umso ärgerlicher sei er, dass er den möglichen Einzug ins Viertelfinale verpasst hatte. "Jetzt ist es zu spät."
Auch nach der bitteren Niederlage ist Schüttler mit seinem Spiel auf Gras durchaus zufrieden. "Ich bin trotzdem sehr optimistisch für Wimbledon. Ich will gut spielen und bin sehr optimistisch." Zur Vorbereitung auf das bedeutendste Rasenturnier der Welt und zum "Kraft tanken" tritt Schüttler kommende Woche auf dem roten Sand in Braunschweig an. "Daran finde ich nichts besonderes", sagte er. "Vor Hartplatz-Turnieren trainiere ich auch auf Asche."
Schüttler rechnet sich einiges in Wimbledon aus
Für die All England Championships in London (24. Juni bis 7. Juli) rechnet sich der Wahl-Schweizer einiges aus. Und auch für den Daviscup. Nicht nur, dass er als derzeit zweitbester Akteur des Deutschen Tennis Bundes (DTB) fest mit seiner Nominierung rechnen kann. Nein, der Abstieg ist vor der Partie gegen Venezuela für ihn kein Thema. Gespielt werden soll in Karlsruhe, verriet der Hesse nach einem Gespräch mit Kapitän Michael Stich.
Am Donnerstag haben noch drei weitere Deutsche die Chance, das Viertelfinale zu erreichen. Alexander Popp (Mannheim) trifft dabei auf den Österreicher Stefan Koubek. David Prinosil (Amberg) spielt gegen den an zwei gesetzten Schweizer Roger Federer. Die schwerste Aufgabe hat der Hannoveraner Nicolas Kiefer, der sich mit "Rasenkönig" Pete Sampras auseinanderetzen muss.
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