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Düsseldorf
Hamilton, Rosberg und die Furcht vor einem Ausfall

Düsseldorf. 913,5 Kilometer oder 192 Runden trennen Formel-1-Pilot Nico Rosberg (31) noch von der Erfüllung seines größten sportlichen Traums. Mit 26 Punkten Vorsprung geht der in Monte Carlo lebende Wiesbadener in die Rennen in fünf Tagen in Mexiko-Stadt, in Sao Paulo (13. November) und Abu Dhabi (27.). Das Gefühl, den WM-Titel zu gewinnen, durfte Rosbergs gleichaltriger Mercedes-Teamrivale Lewis Hamilton schon 2008, 2014 und 2015 erleben.

Auch diesmal hat der Engländer seine Hoffnung noch nicht aufgegeben. Am Sonntag in Austin im US-Bundesstaat Texas, wo über 100.000 Zuschauer einen tollen Rahmen bildeten, feierte er seinen 50. Grand-Prix-Erfolg. Die Hoffnung auf Schützenhilfe erfüllte sich allerdings nicht. Rosberg betrieb mit Platz zwei "Schadensbegrenzung" und büßte nur sieben Punkte ein. Selbst drei Siege reichen Hamilton nicht, wenn Rosberg zweimal Zweiter und einmal Dritter wird.

Der Titelverteidiger braucht Hilfe. Sei es durch Fahrer, die sich zwischen ihn und seinen Rivalen schieben (da kommen wohl nur die Red-Bull-Piloten infrage), oder aber weil die Technik streikt. Ein Ausfall von Rosberg würde dem Briten in die Karten spielen; trifft es ihn selbst, ist das WM-Duell wohl entschieden. Wenn ein Silberpfeil in dieser Saison Probleme bereitete, saß Hamilton am Steuer. Zuletzt in Malaysia. Dort fuhr er scheinbar einem souveränen Sieg entgegen, als 16 Runden vor Rennende der Motor seinen Geist aufgab.

(cze)
 
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