Lemgo viel auf den vierten Rang zurück: Handball-Bundesliga: Flensburg auch von Lemgo nicht zu stoppen
zuletzt aktualisiert: 28.02.2001 - 22:37Neuss (sid). Im Spitzenspiel der Handball-Bundesliga hat auch Verfolger TBV Lemgo die SG Flensburg-Handewitt nicht stoppen können und den Tabellenführer auf dem Weg zum erhofften ersten Titelgewinn in der Vereinsgeschichte weiter davonziehen lassen müssen. Der viermalige Vizemeister gewann das Duell der beiden topplatzierten Mannschaften unter den Augen von "Oberfan" Heide Simonis, Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, mit 28:21 (12:10) gegen den TBV, dessen Rückstand nach dem 24. Spieltag jetzt fünf Punkte auf die Flensburger beträgt.
Durch die Niederlage fiel Lemgo auf den vierten Rang zurück, während sich auf den Plätzen zwei und drei der SC Magdeburg und die SG Wallau-Massenheim mit vier bzw. fünf Punkten Rückstand auf Flensburg etablierten. Magdeburg siegte in einem Skandalspiel 28:22 (12:14) beim VfL Gummersbach und fügte dem bis zum Erhalt von drei Zeitstrafen binnen neun Minuten noch führenden Rekordmeister damit die fünfte Heimniederlage zu. Das Wallauer Team von Trainer Martin Schwalb, der am Mittwoch von den Lesern des Handball-Magazins zum Trainer des Jahres 2000 gekürt wurde, wahrte seine makellose Heimsaisonbilanz mit einem 24:24 (11:15) über Ex-Meister TV Großwallstadt.
In Flensburg war Torwart Jan Holpert hauptverantwortlich für den Triumph seiner Mannschaft, die nun 28:2 Punkte aus 15 Bundesligaspielen holte. "Wir müssen jetzt einfach Ruhe bewahren, Dann ist auch der Titelgewinn möglich", sagte der Keeper nach dem Spiel angesichts des schweren Restprogramms mit Auswärtsspielen bei allen potenziellen Titelanwärtern.
Dem Spitzenquartett auf den Fersen blieben der VfL Bad Schwartau und Titelverteidiger THW Kiel, der nach drei Niederlagen in Folge die erneute Meisterschaft allerdings schon abgehakt hat. Kiel siegte 25:23 (13:11) bei der SG Hameln, Bad Schwartau schlug den Abstiegskandiadten Bayer Dormagen 28:20 (16:10).
Im Kampf um den Klassenhalt gehen auch für das Schlussduo aus Wuppertal und Hildesheim immer mehr die Lichter aus. Die Rote Laterne behielt Eintracht Hildesheim, das mit 21:35 (10:16) bei der zuvor viermal in Folge geschlagenen SG Solingen verlor. Auch HC Wuppertal unterlag bei der SG Willstätt/Schutterwald mit 19:22 (11:11). Dagegen verschaffte sich der ThSV Eisenach mit einem 28:23 (14:12) über den Tabellennachbarn TuS Nettelstedt wieder etwas Luft.
Ergebnisse und Tabelle
Mittwoch, 28.02.01: SG Flensburg-Handewitt - TBV Lemgo 28:21 (12:10) SG Solingen - Eintracht Hildesheim 35:21 (16:10) SG Willstätt-Schutt. - HC Wuppertal 22:19 (11:11) ThSV Eisenach - TuS Nettelstedt 28:23 (14:12) VfL Gummersbach - SC Magdeburg 22:28 (14:12) SG Hameln - THW Kiel 23:25 (11:13) SG Wallau-Massenheim - TV Großwallstadt 24:24 (11:15) SG VfL Bad Schwartau - Bayer Dormagen 28:20 (16:10)
1. SG Flensburg-Handewitt 24 19 3 2 675:577 41:7 2. SC Magdeburg 24 17 3 4 631:500 37:11 3. SG Wallau-Massenheim 24 16 4 4 642:580 36:12 4. TBV Lemgo 24 17 2 5 596:552 36:12 5. SG VfL Bad Schwartau 23 15 2 6 569:536 32:14 6. THW Kiel 24 16 0 8 654:581 32:16 7. TV Großwallstadt 24 13 3 8 588:576 29:19 8. TuSEM Essen 24 13 2 9 588:579 28:20 9. GWD Minden 23 11 2 10 595:593 24:22 10. HSG Nordhorn 23 10 3 10 603:562 23:23 11. VfL Gummersbach 24 10 2 12 606:603 22:26 12. SG Solingen 24 10 2 12 613:621 22:26 13. HSG D/M Wetzlar 23 10 1 12 588:583 21:25 14. SG Willstätt-Schutt. 23 7 4 12 570:604 18:28 15. ThSV Eisenach 23 7 3 13 551:579 17:29 16. SG Hameln 24 7 3 14 573:623 17:31 17. TuS Nettelstedt 24 8 0 16 602:657 16:32 18. Bayer Dormagen 24 6 1 17 524:613 13:35 19. HC Wuppertal 24 2 2 20 505:610 6:42 20. Eintracht Hildesheim 24 1 2 21 531:675 4:44
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