Deutschland - Norwegen 23:16: Handball: Heiner Brands "junge Wilde" schlagen Norwegen
zuletzt aktualisiert: 13.03.2001 - 21:22Rostock (rpo). Im Spiel eins nach der Weltmeisterschaft hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft einen 23:16-Sieg über Norwegen gelandet. 4000 Zuschauer sahen in Rostock ein stark verjüngtes Team.
Beste Werfer waren der Lemgoer Florian Kehrmann (5) sowie die beiden für Norwegen spielenden Bundesliga-Legionäre Frode Hagen (Nordhorn/4) und Preben Vildalen (Eisenach/4). Damit gelang Deutschland , das bei der WM in Frankreich Platz acht belegt hatte, die Generalprobe für die Playoff-Spiele in drei Monaten. In zwei Vergleichen gegen die Slowakei muss sich Deutschland Anfang Juni für die Europameisterschaft in Schweden erst noch qualifizieren. Norwegen trifft dann auf Polen.
Bis Juni hat Brand noch viel Arbeit. In seinem mit den vier Auswahl-Debütanten Pascal Hens (SG Wallau-Massenheim), Maik Makowka (SG Flensburg-Handewitt), Christian Zeitz (TSV Östringen) und Jens Tiedtke (HC Wuppertal) gespickten Aufgebot gab es gegen den WM-14. vornehmlich in der ersten Halbzeit noch viele Ungereimtheiten. Viele Abspielfehler zeugten von mangelnder Abstimmung zwischen den Neulingen und den "alten Hasen". Zudem fehlte bei Würfen aus der Distanz die Präzision (Hens, Zeitz).
Nach dem 1:0 durch Mark Dragunski hatte es bis zur 16. Minute gedauert, ehe der Kreisläufer vom TuSEM Essen die Gastgeber erneut in Führung brachte (6:5). Bis zur Pause (10:8) hielt das mit 13 Bundesliga-Legionären angereiste Team von Trainer Christer Magnusson noch eindrucksvoll dagegen. Doch angeführt vom Mindener Mannschaftskapitän Frank von Behren brachte der Olympia-Fünfte über ein 18:9 (46.) den 23:16-Sieg souverän unter Dach und Fach.
"Wir sind hier mit einer ganz jungen Mannschaft angetreten, von der ich in Zukunft noch einiges erwarte", sagte Bundestrainer Brand, der nach den teilweise verletzungsbedingten Absagen etlicher Stammspieler zum Experimentieren förmlich gezwungen war. Bis zum Juni wird sich die Lage entspannen, denn der beim FC Barcelona spielende Routinier Christian Schwarzer hat seine Rücktrittspläne ebenso revidiert wie der Magdeburger Stefan Kretzschmar. Sorgenfrei ist Brand auf der Torhüter-Position. Henning Fritz (Magdeburg) und Christian Ramota (Großwallstadt), die jeweils eine Halbzeit zwischen den Pfosten standen, präsentierten sich einmal mehr in blendender Form.
Deutschland: Fritz (SG Magdeburg), Ramota (TV Großwallstadt), - von Behren (GWD Minden/4/3), Dragunski (TuSEM Essen/4), Makowka (SG Flensburg-Handewitt/3), Hens (SG Wallau-Massenheim/1), Tiedtke (HC Wuppertal/1), Petersen (THW Kiel), Baur (HSG D/M Wetzlar/2), Jansen (SG Solingen/1), Weber (SG Wallau-Massenheim), Zeitz (TSV Östringen/2), Kehrmann (TBV Lemgo/5), Wagner (VfL Bad Schwartau)
Norwegen: Scheie, Walstad - Lauritzen (2), Rasch (3), Moldestad, Kvannli, Penne, Riise (2), Hagen (4), Vildalen (4), Samdahl (1), Rykkje, Jensen
Schiedsrichter: Liachovicius / Paskevicius (Littauen) Zuschauer: 4000 Strafminuten: 6 / 4
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