Zukunft des Vereins unklar: Handball: SG Bad Schwartau in Finanzkrise
zuletzt aktualisiert: 09.05.2001 - 14:01Lübeck (rpo). Handball-Bundesligist SG VfL Bad Schwartau wird von Turbulenzen erschüttert. Zur sportlichen Negativ-Bilanz von 0:14 Punkten in den vergangenen sieben Spielen hat sich eine Finanzkrise gesellt, die die weitere Existenz des Vereins in der Bundesliga in Frage stellt. Geschäftsführer Manfred Diebitz hatte am Montag seinen Rücktritt erklärt.
"Die Chancen, dass es weitergeht, liegen bei 60:40", sagte Winfried Klimek, Gesellschafter der für den Bundesliga-Spielbetrieb zuständigen Handball 2002 GmbH und Vorstandsmitglied von Hauptsponsor Galaxis, in einem Gespräch mit den "Lübecker Nachrichten" (Mittwoch- Ausgabe). Klimek bestätigte, dass sich der schleswig-holsteinische Verein in "finanziellen Schwierigkeiten" befindet. Beim Amtsantritt von Diebitz im Februar 1999 hatte die SG ein Defizit von rund einer Million Mark.
Den Spielern sind seit März keine Gehälter gezahlt worden. Bereits im Oktober und Dezember vergangenen Jahres waren die Zahlungen ausgeblieben. Dennoch hat der Deutsche Handball-Bund (DHB) der SG die Lizenz für die nächste Saison erteilt. Bis auf den schwedischen Nationalspieler Pierre Thorsson, der seinen Vertrag noch nicht verlängert hat, steht das Team in seiner jetzigen Zusammensetzung für das nächste Spieljahr zur Verfügung. Doch Klimek erklärte: "Wenn wir keine Zukunft sehen, werden die Gesellschafter nicht weitermachen. Man kann einen Lizenzantrag auch zurückziehen." Am Wochenende wollen die neun Gesellschafter der Handball GmbH über die Zukunft des Vereins beraten.
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