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Handball-Bundesligist
Bergische Handballer sind bereit für den Meister

Rhein-Neckar Löwen zittern sich zum Sieg
Rhein-Neckar Löwen zittern sich zum Sieg FOTO: dpa, ua jhe
Solingen. Mit 5:15 Punkten steht der Bergische HC auf dem ersten Abstiegsplatz der Handball-Bundesliga, und am Sonntag kommt der Deutsche Meister in die Wuppertaler Unihalle. Von Georg Amend

Die Rhein-Neckar Löwen haben an diese Spielstätte allerdings nicht die besten Erinnerungen, in der Saison 2014/15 verloren sie mit 23:24, und diese beiden Punkte fehlten dem damaligen Vizemeister am Ende. In der vergangenen Spielzeit siegten die Mannheimer dort nur knapp mit 24:21.

Unterschätzen wird der Meister den Tabellendrittletzten nicht, auch wenn der zuletzt drei Mal in Folge verloren hat und die fünf Pluspunkte ausschließlich in der Phase holte, als der reaktivierte Viktor Szilágyi auf dem Spielfeld stand. Der Sportliche Leiter hat indes weitere Einsätze ausgeschlossen, es habe sich um eine "absolute Notsituation" gehandelt, da zwischenzeitlich sieben Spieler verletzt gefehlt hatten.

In der vergangenen Woche ging es im Training erneut mit deutlich kleinerem Kader zur Sache, da sieben Nationalspieler auf Länderspielreise für Island, Österreich (je zwei), Mazedonien, Tschechien und Rumänien unterwegs waren und Kreisläufer Moritz Preuss mit Fußproblemen eine Pause bekam. Trainer Sebastian Hinze ließ so "in Kleingruppen mit hoher Belastung" arbeiten, ab heute sind die meisten Nationalspieler wieder zurück. "Bis auf die Österreicher, deren Flug aus Sarajevo gestrichen wurde. Sie steigen morgen wieder ein", berichtet Hinze über die Zwillinge Alexander und Maximilian Hermann. Letzterem war gerade die nach eigenen Worten "große Ehre" zuteil geworden, Szilágyi als Kapitän Austrias zu beerben.

Auch bei den Rhein-Neckar Löwen dürfte es im Training überschaubar zugegangen sein, das Top-Team hat naturgemäß eine hohe Dichte an Nationalspielern. Für die Schweiz war beispielsweise Mittelmann Andy Schmid gegen die deutsche Auswahl, in der sein Klubkollege Patrick Groetzki eine Pause bekam, aktiv. Beide werden am Donnerstag zu Hause in der Champions League gegen RK Zagreb auf der Platte stehen, bevor sie Sonntag in Wuppertal ranmüssen. BHC-Trainer Hinze meint mit Blick auf die Doppelbelastung. "Sie sind das gewöhnt. Es ist wohl eher gut für sie, damit sie nach der Länderspielpause wieder in ihren Rhythmus kommen." Bange vor der Aufgabe ist ihm nicht: "Wenn wir es schaffen, eine optimale Leistung abzuliefern, haben wir eine reelle Chance. Dann spielen ein paar Faktoren eine Rolle, die wir nicht beeinflussen können - vor allem die Form der Rhein-Neckar Löwen selbst. Für uns ist am wichtigsten, eine optimale Leistung zu bringen. Das haben wir zuletzt nicht geschafft, daran arbeiten wir."

Quelle: RP
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