| 16.26 Uhr

Handball-Bundesliga plant Reform
Der direkte Vergleich soll bei Punktgleichheit entscheiden

Flensburg siegt bei den Rhein-Neckar Löwen
Flensburg siegt bei den Rhein-Neckar Löwen FOTO: dpa, fpt
Hamburg. Die Handball-Bundesliga (HBL) strebt eine Regelreform zur Entlastung der Spitzenklubs an. Ab der kommenden Saison soll bei Punktgleichheit der direkte Vergleich und nicht wie bislang das Torverhältnis des Ausschlag geben. Dies berichtete handballworld.com am Freitag.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand dagegen ausspricht", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann dem Internetportal. Bohmann ist überzeugt, dass die Top-Teams ihre besten Spieler bei deutlichem Vorsprung nicht mehr bis zur letzten Minute einsetzen müssten, sondern häufiger auf die zweite Garde setzen könnten. "Sie müssten nicht mehr - wie in den engen Rennen der vergangenen Jahre - hinter jedem Tor her sein", sagte Bohmann.

Zurzeit liegen die Rhein-Neckar Löwen und der THW Kiel punktgleich an der Spitze, die Mannheimer führen die Tabelle elf Spieltage vor Schluss aufgrund des um vier Treffer besseren Torverhältnisses an. Erinnerungen an das Foto-Finish 2014 werden wach, als Kiel den Löwen den Titel am letzten Spieltag noch wegschnappte - der THW war am Ende zwei Treffer besser.

Bohmann ist überzeugt, dass die geplante neue Regelung im Hinblick auf die Reduzierung der Belastung eine größere Auswirkung haben könnte als eine Aufstockung der spielberechtigten Profis von bislang 14 auf 16 Spieler, wie es der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt seit längerer Zeit fordern. Diese Maßnahme hätte laut Bohmann eher eine "marginale Bedeutung, weil auch jetzt schon der 13. und 14. Spieler nicht viel Einsatzzeiten bekommen".

(ems/sid)
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