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Gründe unbekannt
Handball-Präsident Bauer zurückgetreten

Bernhard Bauer (64) ist von seinem Posten als Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB) aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Das DHB-Präsidiumsmitglied Uwe Schwenker bestätigte dem SID eine entsprechende Meldung des Fachmagazins Sport Bild. "Ich habe in letzter Zeit mehrmals mit ihm gesprochen. Dabei hat er durchblicken lassen, dass er damit liebäugelt", sagte Schwenker, der als Ligachef Mitglied des DHB-Führungsspitze ist.

Bernhard Bauer war am 21. September 2013 als Nachfolger von Ulrich Strombach zum Chef des größten Handball-Verbandes der Welt gewählt worden. Die genaueren Hintergründe des Rücktritts sind nicht bekannt. Auch Schwenker wollte sich dazu nicht äußern. "Er soll selbst mitteilen, warum er zurückgetreten ist", so Schwenker. Bauer war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Ein Auslöser könnte jedoch der interne Streit mit seinem Vize Bob Hanning gewesen sein. Nach der WM in Katar hatte Bauer dem gut vernetzten Manager des Bundesligisten Füchse Berlin Egoismus vorgeworfen. Auslöser des Streits war die Tatsache, dass Hanning damals dem früheren Nationalspieler Stefan Kretzschmar den Posten des Frauen-Bundestrainers angeboten und sich dabei angeblich im Alleingang über die Arbeit der Trainerfindungskommission beim DHB hinweggesetzt hatte. Der Posten ging schließlich an den Dänen Jakob Vestergaard.

Bernhard Bauer hat selbst Anfang der achtziger Jahre in der Handball-Bundesliga für FrischAuf Göppingen gespielt. Nach seiner aktiven Karriere wechselte er auf die Funktionärsebene und war von 2002 bis 2008 Präsident des württembergischen Verbandes HVW.

(sid)
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