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Handball-Bundesliga
Füchse straucheln, Rhein-Neckar Löwen nicht zu stoppen

Handball-Bundesliga: Rhein-Neckar Löwen feiern siebten Sieg in Serie
Filip Taleski (von links), Bogdan Radivojevic und Torhüter Mikael Appelgren von den Rhein-Neckar Löwen (Archivbild). FOTO: dpa, ua pat
Hamburg. Die Füchse straucheln, der Meister marschiert: Die Rhein-Neckar Löwen haben den ersten Ausrutscher der Füchse Berlin eiskalt genutzt und die Tabellenführung der Handball-Bundesliga zurückerobert.

Die Mannheimer fuhren mit dem souveränen 31:24 (14:10) im kniffligen Auswärtsspiel bei der HSG Wetzlar ihren siebten Sieg in Serie ein und profitierten beim Sprung an die Spitze von der ersten Niederlage des Hauptstadt-Klubs.

"Es ist immer gut, wenn du die Nummer eins bist. Aber es ist noch früh in der Saison", sagte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen am Sky-Mikrofon. Das Team befinde sich in einer "sehr guten Phase, in der wir viele richtige Entscheidungen treffen. Es ist zurzeit schwer, über etwas zu meckern."

Die Berliner, die zuvor mit acht Siegen einen vereinseigenen Startrekord aufgestellt hatten, verloren ihre weiße Weste durch ein 27:33 (14:17) bei der TSV Hannover-Burgdorf. Dabei zeigten die Füchse vor allem in der Defensive ungewohnte Schwächen und erholten sich nie vom schnellen 7:13-Rückstand (20.). Sie liegen nun punktgleich mit den Löwen (beide 16:2) wegen der schlechteren Tordifferenz auf dem zweiten Platz.

"Man muss ehrlich sein: Wir hatten heute keine Chance. Wir haben hinten überhaupt keinen Zugriff bekommen und vorne keine Lösungen gefunden", sagte Berlins Nationalspieler Fabian Wiede.

Hinter dem Spitzenduo auf Platz drei liegt der SC Magdeburg (14:6), der dank der prächtig aufgelegten Robert Weber (zehn Tore) und Michael Damgaard (neun) das Verfolgerduell gegen den SC DHfK Leipzig mit 37:31 (18:13) gewann.

Hannover, das nach fünf Siegen zum Saisonstart zuletzt ins Straucheln geraten war, setzt sich mit nun 14:6 Punkten im oberen Tabellendrittel fest. Garanten des überzeugenden TSV-Erfolges waren Casper Mortensen (9 Tore) und Morten Olsen (7). Für Berlin traf Rückraumspieler Petar Nenadic am häufigsten (9).

Die Löwen ließen in Wetzlar, wo der THW Kiel vor dreieinhalb Wochen noch deutlich verloren hatte, überhaupt nichts anbrennen. Nach dem 5:6-Rückstand in der Anfangsphase drehte der Meister der beiden vergangenen Jahre mit einem 7:0-Lauf das Spiel und hielt den Gegner fortan ohne große Mühe auf Distanz. Überragender Akteur war einmal mehr Spielmacher Andy Schmid mit zwölf Treffern. Bei Wetzlar traf Linksaußen Maximilian Holst fünfmal.

Im Tabellenkeller feierte GWD Minden einen deutlichen 33:22 (16:8)-Erfolg gegen HC Erlangen und verschaffte sich ein kleines Polster auf die Abstiegsplätze.

(sid)
 
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