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Nur noch ein Startplatz?
Handball-Bundesliga könnte Champions-League-Plätze verlieren

Kiel verliert in Paris
Kiel verliert in Paris FOTO: dpa, ahe jai
Stuttgart. Im Machtkampf mit der Handball-Bundesliga (HBL) droht der europäische Verband EHF ab der kommenden Saison nur noch einen deutschen Club in der Champions League zuzulassen. Beide Seiten streiten sich über Termin-Kollisionen.

Über die Drohung berichten der "Mannheimer Morgen" und das Internetportal "handball-world" unter Verweis auf ein EHF-Schreiben an die deutschen Europapokalstarter. Hintergrund für das brisante Schreiben sei der seit Monaten schwelende Streit um Termin-Kollisionen zwischen HBL und EHF.

"Es ist nochmals zu unterstreichen, dass bei der Qualität der deutschen Clubs diese Situation zu bedauern ist, aber das Terminmanagement der HBL offensichtlich von einer Strategie geprägt ist, die keine andere Möglichkeit offenlässt", zitiert das Blatt aus dem Brief. Ein Antrag zur Reduzierung der bisher drei deutschen Starter auf einen solle der Exekutive der EHF in der nächsten Sitzung vorgelegt werden. Die Maßnahme sei "unumgänglich".

Beide Seiten waren zuletzt mehrfach aneinandergeraten. Die Situation wurde vor allem durch den neuen Fernsehvertrag der HBL verschärft, der Bundesliga-Partien nur noch am Donnerstag, Sonntag und ausnahmsweise am Samstag vorsieht. Das kollidiert mit den Spielplänen der Königsklasse. Beispielsweise müssen die Rhein-Neckar Löwen am kommenden Wochenende weniger als 25 Stunden nach ihrem Bundesliga-Spiel in Leipzig in der Champions League beim FC Barcelona antreten.

(dpa)
 
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