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Handball-EM
Die letzten Infos vor dem Finale gegen Spanien

Fotos: So bejubelt das DHB-Team den Sieg über Norwegen
Fotos: So bejubelt das DHB-Team den Sieg über Norwegen FOTO: ap, FO
Krakau. Am Sonntag (17.30 Uhr/Live-Ticker) steigt das große Finale bei der Handball-EM zwischen Deutschland. Wir fassen die letzten Infos vor dem Endspiel zusammen.

Riesige Vorfreude bei deutschen Handballern

Die deutschen Handballer können den Anpfiff des EM-Finales kaum erwarten. "Die Vorfreude ist riesengroß, das Ende ist in Sicht", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson dem Sport-Informations-Dienst beim sogenannten Media Call am Samstag in der Endspiel-Arena in Krakau: "Jetzt geht es für beide Mannschaften um alles oder nichts. Wir sind in der Underdog-Rolle, das liegt uns ganz gut. Ich habe ein gutes Feeling."

Am Sonntag geht es für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) um den ersten großen Titel einer deutschen Handball-Nationalmannschaft seit dem WM-Sieg 2007 im eigenen Land und die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio. Zum Turnierauftakt hatte es eine 29:32-Niederlage gegen Spanien gegeben.

Kerber-Sieg als Inspiration für deutsche Handballer

Handball-Nationaltorhüter Carsten Lichtlein sieht den ersten Grand-Slam-Sieg von Tennisspielerin Angelique Kerber auch als Inspiration für das eigene Finale am Sonntag bei der EM in Polen. "Glückwunsch Angelique, super gemacht!", sagte der Gummersbacher am Samstag in Krakau. "Du hast es uns vorgemacht, ich hoffe, dass wir morgen nachziehen." Die Kielerin Kerber hatte kurz zuvor in Melbourne die Australian Open durch einen Final-Erfolg gegen die Weltranglisten-Erste Serena Williams aus den USA gewonnen.

Es gibt noch Tickets!

Gute Nachricht für deutsche Handball-Fans: Für das Finale Deutschland gegen Spanien gibt es sogar noch Tickets. "Es sind noch etwa 700 bis 800 Karten da", sagte JJ Rowland, Sprecher der Europäischen Handball-Föderation (EHF), am Samstag. Die Tauron Arena in Krakau fasst ingesamt 15.000 Zuschauer.

Vier Deutsche für All-Star-Team nominiert

Vier deutsche Handballer dürfen sich Hoffnungen auf die Berufung ins All-Star-Team der EM in Polen machen. Torhüter Andreas Wolff, die Rückraumspieler Steffen Fäth und der inzwischen verletzte Steffen Weinhold sowie Rechtsaußen Tobias Reichmann wurden von der Europäischen Handball-Föderation (EHF) für die Wahl nominiert. Das Team der Besten wird am Sonntag vor dem Finale bekannt gegeben.

Fünf Spieler sind pro Position nominiert, hinzu kommen fünf weitere Namen für die Position des besten Abwehrspielers. Bis zum heutigen Samstag konnten Fans auf der Webseite der EHF abstimmen. Ihr Votum fließt mit 40 Prozent in die Entscheidung ein, die übrigen 60 Prozent werden von einem Expertengremium bestimmt.

Spanien hat Respekt vor Deutschland

Ex-Weltmeister Spanien geht mit gehörigem Respekt in das Finale gegen die deutschen Handballer. "Sie sind gefährlicher als im ersten Spiel", sagte der spanische Rechtsaußen Victor Tomas: "Sie haben durch die vielen Siege ein unheimliches Selbstvertrauen, obwohl sie ohne viele Schlüsselspieler auskommen müssen." Zum Auftakt des Turniers hatte das deutsche Team gegen die Iberer 29:32 verloren und danach sechs Mal in Serie gewonnen.

"Die Jungs spielen einen schönen Handball und verdienen es durch die vielen Siege, im Finale zu stehen", sagte Tomas. Vor allem die nachnominierten Kai Häfner und Julius Kühn würden "richtig gut spielen". Deutschland habe ein "junges Team. Das ist die Mannschaft der Zukunft", so der dreimalige Champions-League-Sieger vom FC Barcelona: "Sie werden einer der großen Rivalen sein." Spanien hatte sich durch ein 33:29 gegen Kroatien für das Endspiel qualifiziert.

Schneider schickt lustige Video-Botschaft

In einem witzigen Video hat Entertainer Helge Schneider den deutschen Handballern zum Finaleinzug gratuliert – und auch beim Endspiel will er wieder mitfiebern. "Jetzt geht's um die Wurst. Her mit der Wurst!", sagte der 60-Jährige in dem Clip auf der Facebook-Seite von Handball-Experte Stefan Kretzschmar.

hat Badetag

Posted by Helge Schneider on  Dienstag, 19. Januar 2016

"Die Europameisterschaft ist praktisch schon gewonnen, wenn ... die Tore fallen. Allerdings nicht ins Eigentor, sondern in das andere", meinte der Kabarettist grinsend. "Ich freu' mich sehr für euch, und ich wollt', ich könnt' auch so gut Handball spielen. Leider kann ich noch nicht mal Fußball spielen."

"Viel Glück, ich drück' euch beide Daumen, und ich werd' das Spiel wieder sehen", kündigte Schneider an und "drohte" dem EM-Team: "Und wieder werde ich auch zwischendurch umschalten, wenn's mir etwas zu langweilig wird. Dann guck' ich lieber Serena Williams - ihr versteht..."

(dpa)
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