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Handball-EM
Deutschlands neue Qualität

Deutsche Spieler nach Halbfinal-Einzug außer Rand und Band
Deutsche Spieler nach Halbfinal-Einzug außer Rand und Band FOTO: dpa, jai
Meinung | Düsseldorf. Der Baumeister des Erfolges blieb auch nach der Sensation ruhig. Bundestrainer Dagur Sigurdsson hat Spieler um sich geschart, die in der Handballwelt für mächtig Furore gesorgt haben. Er hat jedem eine Funktion zugewiesen, er hat in Abwehr und Angriff eine Vielzahl von Varianten eingeübt – und der Lohn ist nun der verdiente Einzug ins Halbfinale der EM. Von Eckhard Czekalla

Schon bei der WM vor einem Jahr in Katar hatten die Spieler das Geschenk der Wildcard genutzt und Platz sieben erreicht. In Polen aber war fast eine komplett andere Mannschaft am Start. Neue Spieler, aber dieselbe Leidenschaft, gepaart mit Nervenstärke. Dass Leistungsträger vor dem Turnier ausfielen – abgehakt. Dass sich in Steffen Weinhold und Christian Dissinger am Sonntag zwei der bislang effektivsten Akteure verletzten – nicht groß gejammert.

Dieses Turnier ähnelt der WM 2007, als am Ende der Titelgewinn stand. So weit ist es in Polen noch nicht. Doch im Halbfinale muss für dieses Team noch nicht Schluss sein. Sigurdsson hat einen Kader von 25 Spielern, von denen jeder unberechenbar ist. Die Bundesliga, das ist die Erkenntnis der jüngeren Vergangenheit, ist ein Stahlbad für deutsche Profis. In den Vereinen spielen sie schon lange nicht mehr nur die Rolle von Lückenbüßern.

"Hier entsteht etwas Großes", sagte der beim DHB für den Leistungssport zuständige Vizepräsident Bob Hanning vor dem Dänenspiel. Der deutsche Handball verfügt auf allen Positionen über große Qualität. Die genutzt und gesteigert zu haben, ist Sigurdssons großes Verdienst.

Quelle: RP
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