| 19.16 Uhr

Deutschland im EM-Halbfinale
Löw, Gauck und Co. drücken Handballern die Daumen

Deutsche Spieler nach Halbfinal-Einzug außer Rand und Band
Deutsche Spieler nach Halbfinal-Einzug außer Rand und Band FOTO: dpa, jai
Düsseldorf. Auf dem Parkett in Breslau tanzten die deutschen Handballer nach dem Einzug ins EM-Halbfinale ausgelassen, in der Heimat waren die Fußball-Weltmeister samt Bundestrainer berauscht: "Aus. Das Spiel ist aus! Waaahnsinn! Glückwunsch", twitterten Thomas Müller und Co. nach dem überraschenden 25:23-Triumph der Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson gegen Dänemark. Und für Joachim Löw steht schon jetzt fest, die jungen Spieler sind "tolle Botschafter für Deutschland".

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Der Weltmeister-Trainer reihte sich bedingungslos in die immer weiter wachsende Fangemeinde ein und schwärmte: "Ich bin total begeistert von den Jungs, sie geben nie auf, sind unbekümmert, haben eine tolle Einstellung." Löw sieht sogar Parallelen zu sich und seinen Erfolgskickern: "Genauso wie wir stellt auch Dagur Sigurdson das Team in den Mittelpunkt, jeder kämpft für den anderen."

Auch auf dem Olymp herrscht eitel Freude. "Natürlich war ich sehr glücklich, diese Nachricht zu vernehmen, dass der deutsche Handball zurück in der europäischen Spitze und damit auch in der Weltspitze ist", sagte IOC-Präsident Thomas Bach beim Besuch eines Flüchtlings-Camps in der griechischen Hauptstadt Athen.

Auch der Bundespräsident ist Handball-Fan

In Deutschland wurde derweil selbst Bundespräsident Joachim Gauck von der allgemeinen Handball-Euphorie erfasst. "Der Bundespräsident drückt dem deutschen Team für Freitag die Daumen. Er hat früher selbst Handball gespielt, ist ein großer Fan und verfolgt die Spiele der deutschen Mannschaft bei dieser EM", sagte eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes dem SID.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere schwärmte: "Die Leistung unserer jungen deutschen Mannschaft ist sensationell. Sie gibt sich nicht auf und kämpft bis zur letzten Minute. Diese spannenden Spiele zu verfolgen, macht Spaß."

Joachim Löw wünscht sich nun im Halbfinale am Freitag (18.30 Uhr/Live-Ticker) eine Zugabe: "Wir vom DFB freuen uns auf das Spiel am Freitag in Krakau, wir sind natürlich vor dem Fernseher dabei und drücken gegen Norwegen die Daumen."

Das macht auch Deutschlands beste Tennisspielerin Angelique Kerber, die noch in down under von der Welle der Euphorie erfasst wurde. "Das ist super, dass sie es geschafft haben. Vielleicht können wir beide den Titel holen und dann zusammen feiern. Ich drücke weiterhin die Daumen!!", sagte die Kielerin, die bei den Australian Open erstmals in ein Grand-Slam-Finale eingezogen war.

"Was für eine Mannschaft!"

Vor allem die Art und Weise, wie das Team des Deutschen Handballbundes (DHB) Rückschläge wegsteckt, sorgt für Begeisterung. "Was für eine Mannschaft! Sensationelle Teamleistung, macht Spaß, euch zuzuschauen! Immer die Ruhe behalten und durchgezogen, sehr inspirierend!", meinte der zweimalige Golf-Majorsieger Martin Kaymer. Auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann gratulierte: "Es macht Freude zu erleben, wie ein vermeintlich geschwächtes Team über sich hinauswächst und Herausragendes leistet.

Hörmann sieht das Ende der Erfolgsstory noch nicht gekommen. "Nach solchen Leistungen ist nun im weiteren Turnierverlauf alles denkbar", ergänzte der DOSB-Chef, der die Mannschaft natürlich auch gerne auf dem olympischen Parkett in Rio sehen will. Hierfür muss sich Deutschland aber erst noch qualifizieren – entweder mit dem EM-Titel oder bei einem der drei Ausscheidungsturniere im April.

(sid)
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