| 22.01 Uhr

Zweite Niederlage
Handballerinnen müssen um EM-Teilnahme zittern

Handball-Frauen zittern nach zweiter Niederlage um EM-Teilnahme
Deutschland unterlag Frankreich mit 19:25 und kassierte die zweite Niederlage im vierten Spiel. FOTO: dpa
Nimes. Frankreich war auch im zweiten Qualifikationsspiel für die nächste Europameisterschaft zu stark für die deutschen Handballerinnen. Nun wird die Ausscheidung zur Zitterpartie für die Mannschaft von Bundestrainer Vestergaard.

Die Qualifikation für die Europameisterschaft im Dezember in Schweden ist für die deutschen Handballerinnen zur unerwarteten Zitterpartie geworden. Mit einer ganz schwachen Angriffsleistung verlor die deutsche Nationalmannschaft am Samstag in Nimes gegen Frankreich mit 19:25 (9:13) und kassierte die zweite Niederlage im vierten Spiel. Susann Müller, Anna Loerper und Saskia Lang warfen je vier Tore.

Bereits das Hinspiel hatte die Mannschaft von Bundestrainer Jakob Vestergaard am vergangenen Mittwoch mit 21:24 verloren. Hinter den damit schon für die EM qualifizierten Französinnen ist das DHB-Team mit 4:4 Punkten Zweiter der Gruppe 7. Dritter ist die Schweiz mit 2:4 Zählern vor Island. Im Juni spielt die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) noch in St. Gallen gegen die Schweiz und zum Abschluss der Ausscheidung folgt ein Heimspiel gegen Island. Die ersten beiden Teams qualifizieren sich für die EM.

"Ich bin Realist genug, um zu wissen, dass es in Frankreich nicht einfacher wird als zuhause, aber auch Optimist genug, um zu hoffen, dass wir zwei Punkte einfahren können", hatte Vestergaard vor der Partie gesagt. Überraschend begann er mit Clara Woltering im Tor statt Katja Kramarczyk, die im Hinspiel in Bietigheim-Bissingen eine tadellose Leistung geboten hatte.

Im Gegensatz zur ersten Begegnung stand sein Team in Nimes aber vom Anpfiff an auf verlorenem Posten. Gegen die aggressive Abwehr des WM-Siebten fand der Gast kein Mittel. Fehlwürfe, Abspielfehler und Konzentrationsschwächen führten zu Ballverlusten, die Frankreich eiskalt zu Toren nutzte. Erst beim 1:4 nach 7:29 Minuten markierte Susann Müller den ersten deutschen Treffer, beim 4:9 (18.) betrug der Rückstand erstmals fünf Tore.

Zur Pause lief der nächste WM-Gastgeber einem 9:13 hinterher. Der Rückstand wuchs in der zweiten Halbzeit auf 14:21 (50.) an. Zwar stemmten sich vor allem Torhüterin Kramarczyk mit zahlreichen Paraden und Rückraumspielerin Saskia Lang mit ihren Toren gegen die Niederlage. Doch die Anzahl der Fehler war zu groß, um die Partie noch zu wenden.

(dpa)
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