| 10.08 Uhr

Handball-Champions-League
Morddrohungen gegen französisches Schiedsrichter-Duo

Flensburg verliert Krimi in Kielce
Flensburg verliert Krimi in Kielce FOTO: dpa, mgo ss
Flensburg. Das französische Schiedsrichter-Duo Thierry Dentz/Denix Reibel, das der SG Flensburg-Handewitt in der Champions League mit einer eklatanten Fehlentscheidung den möglichen Halbfinaleinzug verwehrt hatte, ist offenbar massiv bedroht worden. Nach Informationen von "Handball inside" berichtete Dentz intern sogar von Morddrohungen.

Öffentlich wolle er dazu keine Stellung nehmen, so Dentz. Er wolle sich vielmehr wieder aufbauen nach dem "schrecklichen Ende", das "ernste Konsequenzen für mich" und die SG gehabt habe. Das Duo hatte den Flensburgern beim Stand von 29:28 für den polnischen Gastgeber KS Vive Kielce in der letzten Sekunde einen klaren Siebenmeter verweigert. Hätte die SG diesen verwandelt, wäre sie nach dem 28:28 in eigener Halle ins Final Four in Köln eingezogen.

Gegenüber Handball inside bestätigte Flensburgs Manager Dierk Schmäschke, dass sich Dentz bei der SG in einer E-Mail für das Ende des Spiels entschuldigt hat. "Das nötigt uns Respekt ab", sagte Schmäschke, "wir nehmen den Schiedsrichtern auch ab, dass ihnen das alles nahe geht."

Zugleich müsse man nun sicherstellen, dass in Zukunft solche Situationen nicht wieder vorkommen könnten. Schmäschke: "Wenn das alles dazu führt, dass wir alle gemeinsam nach einer Lösung für solche Szenen im Sinne des Handballs finden, wäre das eine positive Konsequenz."

(sid)
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