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Handball
Melsungen legt nach Pokal-Niederlage Protest ein

Handball-Bundesligist MT Melsungen legt nach der 21:22-Niederlage im Viertelfinale des DHB-Pokals gegen die Rhein-Neckar Löwen Protest gegen die Spielwertung ein. Dies bestätigte Melsungens Pressesprecher Bernd Kaiser am Donnerstag dem SID. Nach Ansicht des Bundesliga-Vierten war es in der hektischen Schlussphase zu einer falschen Regelauslegung der Schiedsrichter Christoph Immel und Roland Klein gekommen. Das Duo hatte MT-Profi Timm Schneider kurz vor dem Abpfiff die Rote Karte wegen Spielverzögerung gezeigt und als Konsequenz daraus den Löwen einen Siebenmeter zugesprochen. Diesen hatte Nationalspieler Uwe Gensheimer zum Siegtreffer genutzt. Aus Sicht der Melsunger war die "Doppelbestrafung" bei Spielverzögerung, die gegen Schneider ausgeprochen wurde, im Sommer nur als testweise Regeländerung für die Bundesliga eingeführt worden. Im DHB-Pokal besitze sie keine Gültigkeit. "Diese beiden Entscheidungen der Schiedsrichter können wir nicht nachvollziehen, und wir haben deshalb von dem Recht Gebrauch gemacht, einen Einspruch anzukündigen", sagte MT-Vorstand Axel Geerken bei Handball-World.com: "Den werden wir sehr kurzfristig mit Hilfe juristischer Unterstützung begründen, da eine eventuelle Verhandlung schon in wenigen Tagen stattfinden könnte." Wie DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuß bei Sport1 bestätigte, hätte die neue Regel nicht angewendet werden dürfen. Eine Entscheidung über den Einspruch muss laut Statuten bis einschließlich Samstag erfolgen.

(sid)
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