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Handball-Champions-League
THW Kiel trumpft gegen Barca groß auf

THW Kiel gewinnt Hinspiel gegen Barca
THW Kiel gewinnt Hinspiel gegen Barca FOTO: dpa, ahe fpt
Kiel. Der THW Kiel steht nach einer überragenden Leistung vor dem Einzug ins Champions-League-Halbfinale. Die SG Flensburg-Handewitt steht dagegen mit dem Rücken zur Wand.

Der THW Kiel hat den FC Barcelona entzaubert und steht vor dem Einzug ins Champions-League-Halbfinale - der SG Flensburg-Handewitt dagegen droht der Viertelfinal-Knockout. Der deutsche Handball-Rekordmeister aus Kiel schickte den spanischen Titelverteidiger am Sonntag im Hinspiel mit einem 29:24 (16:12) nach Hause, während die Flensburger, Champion von 2014, nach einem 28:28 (13:14) gegen den polnischen Spitzenklub KS Vive Kielce um die Final-Four-Teilnahme in Köln zittern.

"Wir hätten mit zwei oder drei Toren gewinnen können", sagte SG-Trainer Ljubomir Vranjes und haderte mit der schwierigen Ausgangssituation vor dem Rückspiel am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky): "Das kann in der Summe entscheidend sein." In Kielce muss Flensburg nun gewinnen - dies ist in dieser Europacup-Saison allerdings noch keinem Team gelungen.

Drei Tage nach dem Aus im Titelrennen der Bundesliga führte die SG Mitte der zweiten Halbzeit schon mit drei Toren, doch die Polen mit dem deutschen Europameister Tobias Reichmann auf Rechtsaußen ließen sich nicht abschütteln und erwiesen sich als der erwartet schwere Brocken. Überragender Spieler war Flensburgs 2007er-Weltmeister Holger Glandorf im rechten Rückraum, der elf Tore warf. Reichmann traf viermal.

Titelträger bekommt 500.000 Euro

"Noch ist alles möglich", sagte Flensburgs Lasse Svan: "Wir fahren nach Kielce, um dort zu gewinnen." Die Nordlichter könnten innerhalb weniger Tage eine ganze Saison verspielen. Am Mittwoch waren sie schon in der Liga beim SC Magdeburg höchstwahrscheinlich vorentscheidend gestrauchelt (23:23).

Bei einem Halbfinal-Einzug winkt neben dem sportlichen Prestige auch eine Menge Geld. 500.000 Euro bekommt der Titelträger in dieser Saison - das sind 150.000 Euro mehr als zuletzt. Allein die Teilnahme am Finalturnier in der Domstadt wird mit 100.000 Euro belohnt.

Sollten beide deutsche Teams allerdings scheitern, droht eine traurige Premiere: Noch nie fand das Final Four ohne deutsche Beteiligung statt, bei den bisherigen sechs Endrunden in Köln hatte sich bislang immer mindestens ein Team für das Halbfinale qualifiziert.

Nach einem Final Four ohne Kiel sieht es nicht aus, der THW spielte groß auf. Am kommenden Samstag (18.30 Uhr) kann sich der deutsche Meister beim katalanischen Starensemble sogar eine Niederlage mit bis zu vier Toren Rückstand erlauben. Im ersten Vergleich am Sonntag überragte Dominik Klein, dem Weltmeister von 2007 gelangen neun Treffer für das Team von Trainer Alfred Gislason. "Das war ein Fest für uns alle", sagte Klein bei Sky: "Das haben wir wunderbar hingekriegt."

(areh/sid)
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