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Handball-Bundesliga
Kiel kann den Meistersekt kaltstellen

Fotos: Kiel verliert Champions-League-Halbfinale gegen Veszprem
Fotos: Kiel verliert Champions-League-Halbfinale gegen Veszprem FOTO: dpa, mb
Hannover. Dem THW Kiel ist die 20. deutsche Meisterschaft praktisch nicht mehr zu nehmen. Der Titelverteidiger gewann am vorletzten Spieltag der Handball-Bundesliga bei der TSV Hannover-Burgdorf mit 28:26 (13:15) und geht mit zwei Punkten Vorsprung auf Verfolger Rhein-Neckar Löwen ins Saisonfinale am Freitag. Die Löwen gewannen zu Hause gegen die TSG Friesenheim mit 37:21 (16:8). Friesenheim steht damit als dritter Absteiger nach der SG BBM Bietigheim und dem HC Erlangen fest.

Am letzten Spieltag hat Kiel zu Hause gegen den TBV Lemgo die weitaus leichtere Aufgabe als die Löwen, die beim Tabellenvierten SC Magdeburg spielen. Zudem spricht die Tordifferenz (+25) eindeutig zugunsten der Kieler. THW-Coach Alfred Gislason wollte dennoch von vorgezogenen Feierlichkeiten nichts wissen. "Wir wollen diese Zwei-Punkte-Differenz auf jeden Fall halten und hoffen auch, dass Magdeburg gegen die Löwen richtig Gas gibt", sagte der Isländer am Sport1-Mikrofon.

Lange sah es so aus, als könne Hannover dem THW nach dessen enttäuschendem Champions-League-Wochenende die dritte Niederlage in Folge zufügen. Die Gastgeber erwischten einen perfekten Start, lagen von Beginn an in Führung und bauten diese bis zur 18. Minute auf 12:5 aus.

Bis zur Halbzeitpause hatte Kiel den Rückstand dann bereits bis auf zwei Tore aufgeholt, sah sich aber auch in der zweiten Häfte mit erbittertem Widerstand der Gastgeber konfrontiert. Erst in der Schlussphase erspielte sich der THW einen knappen Vorsprung und rettete den schließlich ins Ziel. Bester Werfer der Gastgeber war Regisseur Csaba Szücs mit sechs Treffern, fünfmal traf Domagoj Duvnjak für Kiel.

Erfolgreichste Werfer der Löwen gegen Friesenheim waren Kreisläufer Bjarte Myrhol und Linksaußen Stefan Sigurmansson mit jeweils sechs Treffern. Je viermal trafen Kreisläufer Oliver Tesch und Rückraumspieler Stephan Just für Friesenheim.

Die Löwen verabschiedeten nach der Partie fünf Spieler, unter anderem wird Torhüter Niklas Landin den Verein verlassen und sich dem THW Kiel anschließen. Landin und sein Teamkollege Andy Schmid sind von den Trainern und Managern der 19 Erstliga-Vereine zum besten Torhüter und zum besten Spieler der Handball-Bundesliga 2014/15 gewählt worden. Beide hatten die Auszeichnung bereits im vergangenen Jahr erhalten.

(sid)
 
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