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Handball-Bundesliga
Kiel patzt – Löwen auf dem Weg zum Titel

THW Kiel patzt und gerät im Titelrennen ins Hintertreffen
Rückschlag für Alfred Gislason und den THW. FOTO: dpa, skh fpt hjb kno
Die Rhein-Neckar Löwen haben den Patzer des deutschen Handball-Meisters THW Kiel genutzt und wieder Kurs auf ihren ersten nationalen Titelgewinn genommen.

Während die Zebras bei Pokalsieger SC Magdeburg mit 28:29 (15:12) unterlagen, gaben sich die Löwen drei Tage nach ihrem Ausrutscher in Berlin bei Aufsteiger DHfK Leipzig keine Blöße.

Nach dem 30:21 (13:10) führen die Mannheimer die Tabelle mit 50:8 Punkten vor der SG Flensburg-Handewitt (47:9) und Kiel (46:10) an. Flensburg löste die schwierige Aufgabe bei MT Melsungen mit 32:25 (19:14) souverän und wahrte die Chancen auf die Meisterschaft. Die Löwen besitzen jedoch die deutlich bessere Tordifferenz und können sich in ihren letzten drei Spielen sogar noch ein Unentschieden erlauben.

"Es ist natürlich schön, dass die Kieler Federn gelassen haben. Aber wir müssen weiter hart arbeiten", sagte Löwen-Kapitän Uwe Gensheimer, mit sieben Toren bester Schütze seines Teams, bei Sport1.

Rekordmeister Kiel hat vier Spiele vor Schluss plötzlich die schlechtesten Karten im spannenden Dreikampf an der Bundesligaspitze. Niclas Ekberg vergab in Magdeburg in der Schlusssekunde einen Siebenmeter und damit das Unentschieden. "Wir haben sicherlich ein paar Fehler zu viel gemacht", sagte Kiels Trainer Alfred Gislason, wollte allerdings nicht von einer Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft sprechen.

Bei Flensburg stach Lasse Svan mit sieben Treffern heraus. Ebenfalls sieben Tore erzielte Domagoj Duvnjak für Kiel, doch die Gastgeber aus Magdeburg bewiesen vor allem in der Schlussphase vor 7148 Zuschauern Nervenstärke und hatten in Michael Damgaard (9) und Robert Weber (8) die erfolgreichsten Werfer der Partie in ihren Reihen.

Im Tabellenkeller gewann der Bergische HC bei TuS N-Lübbecke 27:26 (16:14) und hat nun fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den der ThSV Eisenach belegt. Die Füchse Berlin strauchelten indes nach ihrem Coup gegen die Löwen und müssen wieder um die Europapokalteilnahme bangen. Beim TSV Hannover-Burgdorf unterlag der Klub aus der Hauptstadt 22:25 (11:11).

(areh/sid)
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