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Champions League
Gensheimer wirft PSG ins Finale

Uwe Gensheimer steht mit Paris Saint-Germain im Finale der Champions League
Uwe Gensheimer jubelt. FOTO: dpa, yv sam nic
Köln. Der Jubel bei Paris St. Germain über den Einzug ins Finale der Champions League dauerte nur kurz, sofort bildete das Team um Ausnahme-Handballer Uwe Gensheimer einen Kreis und schwor sich auf das große Ziel ein.

"Wir haben gesagt, es ist noch nicht vorbei. Wir haben nur den ersten Schritt geschafft", sagte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft nach einer nervenaufreibenden Partie.

Zuvor hatte der 30-Jährige und das französische Star-Ensemble mit dem knappen 27:26 (11:11) im Halbfinale des Final-Four-Turniers in Köln über Telekom Veszprem den Traum vom Triple am Leben gehalten. Nach dem Double in Frankreich ist der Dreifach-Triumph zum Greifen nah.

Mit sieben Toren waren Gensheimer und der ehemalige dänische Welthandballer Mikkel Hansen beste Werfer der Mannschaft von der Seine, bei den Ungarn traf Laszlo Nagy (6) am häufigsten.

"Es war bis zum Schluss spannend. Das war aber auch zu erwarten, wenn zwei so starke Mannschaften gegeneinander antreten. Wir sind viel Risiko gegangen und haben viel Druck gemacht. Ich glaube, das war am Ende ausschlaggebend", sagte Gensheimer und blickte voraus: "Im Finale müssen wir noch einmal 60 Minuten alles reinhauen, um mit dem Pokal nach Hause zu gehen."

Im Endspiel trifft PSG am Sonntag (18.00 Uhr) auf die mazedonische Überraschungsmannschaft HC Vardar Skopje. Der Final-Four-Neuling setzte sich gegen den Rekordchampion FC Barcelona (9 Titel in der Königsklasse) überraschend mit 26:25 (13:12) durch. Den Katalanen bleibt nur das Spiel um den dritten Platz gegen Veszprem. (15.15 Uhr/ beide Sky).

Bei seiner zweiten Teilnahme am Final-Turnier nach 2016 erreichte Paris, Team der Kieler Trainerlegende Zvonimir "Noka" Serdarusic, erstmals das Endspiel der Königsklasse. Zuletzt war das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Titel 2015 dem FC Barcelona und 2012 dem THW Kiel gelungen.

Zum ersten Mal in der achtjährigen Geschichte fand das Final-Turnier um Europas Krone ohne Klubs aus der Bundesliga statt. Der einzige deutsche Teilnehmer Gensheimer und seine Teamkollegen sahen sich vor 19.750 Zuschauern in der ausverkauften Lanxess-Arena mit einer lautstarken ungarischen Fan-Übermacht konfrontiert. Der Weltklasse-Linksaußen ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken: Durch drei Tore Gensheimers erwischte PSG einen guten Start (5:3, 7. Minute).

In der Folge biss sich Veszprems Offensive immer wieder am Pariser Spitzen-Keeper Thierry Omeyer die Zähne aus, der Weltmeister war kaum zu bezwingen. Doch anstatt davonzuziehen, zeigten sich die Franzosen beeindruckt vom leidenschaftlichen Spiel Veszprems: Die Angriffe der Pariser blieben immer wieder an den aufopferungsvoll kämpfenden ungarischen Verteidigern und dem in dieser Phase überragenden Torwart Roland Mikler hängen. Der Ausgleich zum 9:9 kurz vor der Pause war die Folge (27.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel eine äußerst enge Angelegenheit mit ständigen Führungswechseln, ehe Gensheimer wieder den alten Zwei-Tore-Vorsprung herstellen konnte (17:15, 39.). Doch auch dieses Mal hielt die Führung von PSG nicht lange. Elf Minuten vor Spielende gelang Blaz Blagotinsek der erneute Ausgleich (21:21).

Im Anschluss zeigte sich jedoch die ganze Klasse der Star-Truppe um Welthandballer Nikola Karabatic und den starken Omeyer, die am Ende die besseren Nerven bewies. Karabatic erzielte zwar nur einen Treffer, dafür aber den entscheidenden zur 27:25-Führung für PSG.

(sid)
 
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