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Bei Heim-WM 2017
Deutscher Handball-Bund kämpft gegen TV-Blackout

Fotos: Deutschland scheitert an Gastgeber Katar
Fotos: Deutschland scheitert an Gastgeber Katar FOTO: dpa, ahe nic
Herning. Der Deutsche Handballbund (DHB) will mit einem Runden Tisch bei der Heim-WM 2017 einen erneuten TV-Blackout wie bei der am Sonntag beendeten Frauen-Weltmeisterschaft in Dänemark verhindern.

Dafür ist im Frühjahr 2016 ein Treffen aller beteiligten Parteien geplant. An dem Runden Tisch sollen neben dem DHB der Weltverband IHF, der TV-Rechte-Inhaber beInsport, die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF sowie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) teilnehmen.

"Wir brauchen für diese Weltmeisterschaft eine breite Fernsehpräsenz im frei empfangbaren Fernsehen. Das muss frühzeitig geregelt sein", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann der Deutschen Presse-Agentur am Rande der WM in Herning. BeIn Sports hatte 2014 die TV-Rechte für die WM der Männer und Frauen bis 2017 für die Rekordsumme von 100 Millionen Schweizer Franken (derzeit mehr als 90 Mio. Euro) von der IHF gekauft.

Seit beInsport die WM-Fernsehrechte hält, gab es zweimal Probleme in Deutschland: Bei der Männer-WM in Januar in Katar hatten technische Restriktionen von beInsport dazu geführt, dass ARD und ZDF ihr Angebot zurückzogen. Seinerzeit hatte der Pay-TV-Sender Sky die Spiele der deutschen Mannschaft übertragen.

Bei der Frauen-WM in Dänemark gab es aus Deutschland nur ein Offerte des Internet-Livestream-Anbieters www.sportdeutschland.tv. Dieses hatte der katarische Sender aber als zu niedrig abgelehnt. Daher hatte es keine Bewegtbilder im deutschen Fernsehen gegeben.

Im Dezember 2017 ist Deutschland Gastgeber der nächsten Frauen-Weltmeisterschaft mit den Spielorten Leipzig, Oldenburg, Trier, Bietigheim, Magdeburg und Hamburg.

Besser für die deutschen Fans ist die Situation bei Europameisterschaften, für die die Rechte bei der "Infront Sports & Media" liegen. ARD und ZDF haben über ihre Sportrechteagentur SportA die TV-Rechte für die EM der Männer 2016 in Polen und 2018 in Kroatien erworben. Die öffentlichen-rechtlichen Sender übertragen alle deutschen Spiele live und frei empfangbar.

(dpa)
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