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34:20 gegen Österreich
Handballer beenden EM-Qualifikation mit Sieg

Das ist Dagur Sigurdsson
Das ist Dagur Sigurdsson FOTO: dpa, arn lof
Kiel. Das stark verjüngte Team von Bundestrainer Sigurdsson gewinnt in Kiel gegen Österreich mit 31:29.

Vier Tage nach dem 34:20-Sieg in Finnland, der die Qualifikation für die EM 2016 in Polen perfekt gemacht hatte, haben die Handballer ihre Saison mit einem weiteren Sieg beendet. Im bedeutungslosen EM-Qualifikationsspiel gewann der WM-Siebte vor 8074 Zuschauern in Kiel gegen Österreich mit 31:29 (14:13). Ohne vier Stammspieler tat sich die weiter verjüngte Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) über weite Strecken schwer und vergab am Ende einen höheren Sieg.

"Es waren viele technische Fehler dabei. Auf beiden Seiten waren viele junge Spieler auf der Platte, dann ist das zu erwarten. Aber wir haben viele positive Signale gesehen", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Der Isländer warnte vor allzugroßen Erwartungen. "Wir sind immer noch in dieser Phase, wo wir jeden Zentimeter erkämpfen müssen. Wir haben noch nichts erreicht." Fabian Wiede (acht) und Patrick Groetzki (sieben) waren die erfolgreichsten Werfer des Gastgebers, der Gruppenzweiter hinter dem punktgleichen WM-Vierten Spanien wurde.

Nach dem Finnland-Spiel baute Sigurdsson sein Team um. Die routinierten Stammspieler Uwe Gensheimer, Steffen Weinhold, Silvio Heinevetter und Carsten Lichtlein schickte der Isländer in den Urlaub. Dafür nominierte er den Magdeburger Torhüter Dario Quenstedt und Linksaußen Yves Kunkel aus Minden nach. So schickte der DHB die wohl jüngste A-Nationalmannschaft seiner Historie aufs Parkett. Die 14 Spieler kamen gerade einmal auf einen Schnitt von 23,75 Jahren. "Die jungen Spieler müssen spielen. Es bringt ihnen nichts, wenn sie auf der Bank sitzen und zugucken, wie Uwe Gensheimer Tore wirft", sagte Teammanager Oliver Roggisch.

In Vertretung von Stammkapitän Gensheimer und dessen Vize Carsten Lichtlein durfte Patrick Wiencek die Nationalmannschaft erstmals als Spielführer aufs Parkett bringen. In seiner Heimspielstätte wurde der Kreisläufer zudem von den Fans dafür gefeiert, dass er beim deutschen Rekordmeister THW Kiel einen Rentenvertrag unterschrieben hat. Der gebürtige Duisburger verlängerte seinen Kontrakt vorzeitig um drei Jahre bis 2021.

Der Gastgeber brauchte nicht lange, um beim 4:2 (8.) erstmals zwei Tore vorzulegen. Der dynamische Rückraum mit den Berlinern Paul Drux und Fabian Wiede erhöhte auf 8:5 (19.). Danach störten leichte Fehler und mangelnde Konzentration den Spielfluss, so dass die Österreicher beim 11:10 (24.) erstmals nach dem 2:1 (5.) wieder gegen den WM-Siebten führten.

In der 38. Minute warf Neuling Kunkel mit seinem ersten Länderspieltor das 21:17 und die erste Vier-Tore-Führung. Zwar schmolz der Vorsprung noch mal auf zwei Tore, doch nachdem Quenstedt mit einem Wurf über das gesamte Spielfeld ins leere Tor der Österreicher auf 28:22 (50.) erhöht hatte, war die Vorentscheidung gefallen.

(dpa)
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