Comeback in Aussicht: Hannawald ist noch nicht am Ende
zuletzt aktualisiert: 31.10.2004 - 14:02Leipzig (rpo). Der einstige Vorzeige-Adler Sven Hannawald hat seine Karriereplanung noch nicht ad acta gelegt. Der unterm Burnout-Syndrom leidende Vierschanzentournee-Sieger hält sich für den "Ernstfall" bereit.
"Wenn er sich gut fühlt, möchte er wieder springen", sagte Manager Werner Heinz in der Bild am Sonntag. Er mache zur Zeit Lauf- und Krafttraining.
"Er hält sich fit, damit er nicht einrostet", berichtet Heinz: "Einmal pro Woche geht er noch zur Therapie." Unverfroren findet es der Manager, dass der als Bundestrainer abgelöste Wolfgang Steiert behauptet habe, Hannawald würde nicht mehr springen. Steiert habe wohl von seiner Person ablenken wollen.
Springer-Kollege Martin Schmitt traut seinem langjährigen Weggefährten durchaus eine Rückkehr zu. "Wenn er den riesigen Berg an Problemen, die er nicht bewältigen konnte, bezwungen hat, dann ja", meint der Team-Olympiasieger. Auf den eigenen Durchbruch nach drei schwächeren Jahren warte er "sehnsüchtig".
Er habe noch immer das Gefühl, dass er die Rückkehr in die Weltspitze schaffen könne, sagt Schmidt: "Aber nach dem schwachen Sommer gehe ich nicht mit Leichtigkeit in die Saison. Es muss schon alles passen." Weltcup-Auftakt ist am 26./27. November in Kuusamo/Finnland.
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