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Berlin
Heidel kritisiert Pläne für Neuverteilung der TV-Gelder

Berlin. Hertha-Manager Michael Preetz sieht die Initiative von sechs Traditionsklubs im Hinblick auf die zukünftige TV-Vermarktung in der Bundesliga nicht als Affront gegen andere Vereine. "Wir reden über die ganze Fußballfamilie, über die große Gemeinschaft. Jeder ist aufgerufen mitzumachen", sagte der Geschäftsführer Sport des Berliner Fußball-Erstligisten.

Zusammen mit dem 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, Werder Bremen, dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV möchte Hertha im "Team Marktwert" erreichen, dass bei der Verteilung der Fernsehgelder in Deutschland neben dem sportlichen Erfolg auch andere Kriterien wie Fanbasis, Beliebtheit, Bekanntheitsgrad und TV-Reichweite eine Rolle spielen.

"Da passiert nichts im stillen Keller", erklärte Preetz gestern, sondern "in Abstimmung mit der DFL". Es gehe einfach darum, ein Modell zu entwickeln, aus dem alle Nutzen ziehen könnten. "Seit Jahren bringen wir uns in diversen Liga-Gremien ein. Es ist unsere Verantwortung als Hauptstadtklub, unsere Ideen einfließen zu lassen", bemerkte der Berliner Manager.

Vertreter anderer Bundesliga-Vereine wie der scheidende Mainzer Manager Christian Heidel lehnen eine traditionsbewusstere Verteilung der Fernsehgelder ab. "Da wird sich dann auf Tradition berufen, die 50 Jahre zurückliegt, aber nichts mit der Leistung des Vereins im Jahr 2016 zu tun hat", sagte der künftige Manager des FC Schalke 04 dem "kicker".

(dpa)
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