Finale gegen Serena Williams: Henin nimmt Revanche
zuletzt aktualisiert: 11.05.2002 - 19:43Berlin (rpo). Justine Henin hat das Traumfinale der 95. German Open platzen lassen. Die Belgierin gewann am Samstag 5:7, 6:2, 6:1 gegen Vorjahres-Finalistin Jennifer Capriati aus den USA und zog erstmals in das Endspiel von Berlin ein. Die Achte der Tennis- Weltrangliste trifft dort am Sonntag auf WTA- Weltmeisterin Serena Williams.
Die Amerikanerin setzte sich nach Startschwierigkeiten klar mit 6:3, 6:2 gegen Favoritenschreck Anna Smashnova aus Israel durch und erreichte zum ersten Mal in ihrer Karriere das Endspiel eines Sandplatz-Turniers.
Für Justine Henin ist es bereits die vierte Finalteilnahme in diesem Jahr, einen Titelgewinn verhinderte bei den ersten drei Anläufen jeweils Serenas Schwester Venus. Gegen Jennifer Capriati nahm sie im bisher besten Spiel des diesjährigen Turniers Revanche für die verletzungsbedingte Halbfinal-Niederlage im vorigen Jahr an gleicher Stelle. Dabei profitierte sie ein wenig von einer zweistündigen Unterbrechung im zweiten Satz wegen eines Gewitters.
"Das ist aber nicht der Grund für das Ergebnis. Der Platz war danach zwar schwerer, und ich konnte mich auch ein wenig ausruhen, aber im ersten Satz lief es ja auch schon gut", sagte Justine Henin. Dagegen fühlte sich die topgesetzte Capriati klar im Nachteil: "Nach dem Regen war es wie ein anderer Tag. Sie hat sich in der Pause sicher mit ihrem Trainer besprochen und ihre Strategie geändert. Ich hatte vor der Pause einen Lauf."
Im wechselvollen ersten Satz führte Wimbledon-Finalistin Henin nach einem 0:3-Rückstand bei eigenem Aufschlag 5:4 und 40:0, vergab jedoch die folgenden drei Satzbälle und verlor den Durchgang noch. Auch der zweite Satz wurde bei dunklen Wolken zunächst nur von Donnergrollen begleitet, beim Stand von 2:2 musste die Partie schließlich wegen starken Regens unterbrochen werden.
Justine Henin fand nach der Unterbrechung und deutlich niedrigeren Temperaturen besser ins Match zurück und gewann zehn der restlichen elf Spiele. Vor allem mit ihrer druckvollen, einhändigen Rückhand diktierte die 19-Jährige das Geschehen. "Ich habe sie öfters die Linie entlang gespielt. Das war die einzige Änderung", meinte die Siegerin nach ihrem zweiten Erfolg im dritten Vergleich.
Jennifer Capriati ermöglichte ihr mit Doppelfehlern die Breaks zum 2:1 und 4:1. Damit war die Entscheidung in dem 1:57 Stunden langen Match gefallen. Die 26-Jährige kehrt nicht an die Spitze der Weltrangliste zurück, von der sie Venus Williams mit bei einem Turniersieg in Berlin wieder verdrängt hätte.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum











