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München
Berliner fahren selbstbewusst zum Topspiel nach München

München. Außergewöhnliche Spiele erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Pal Dardai hat sich deshalb für das heutige Duell beim FC Bayern in München etwas ganz Besonderes einfallen lassen. "Ich habe die Taktik mit unserem Busfahrer besprochen. Er fährt vor unser Tor, und dann mauern wir", sagte der Trainer von Hertha BSC vor dem Spitzenspiel der beiden Topteams der Bundesliga - und grinste.

Humor haben sie, die Berliner, zumal auf ihrem blauen Bus in Anspielung auf den geplanten Flughafen die herrlich selbstironische Aufschrift steht: "Eigentlich wollten wir mit dem Flieger kommen." Allerdings könnte ihnen das Lachen schnell vergehen: In seinen sechs Pflichtspielen hat der FC Bayern bereits 23 Treffer erzielt. Dardai will sich und seine Mannschaft dennoch nicht entmutigen lassen. "Wir wollen", betonte er, "in München ungeschlagen bleiben."

Dies ist ein ambitioniertes Vorhaben. Ungeschlagen blieb die Hertha zuletzt im August 2004, der letzte Sieg gelang im Oktober 1977. Dardai ficht das nicht an. Schließlich hat seine Mannschaft bei ihren drei Siegen in der Bundesliga ja auch erst ein Gegentor kassiert.

Die Hertha, so Carlo Ancelotti, sei dynamisch, kompakt und aggressiv, sie habe eine guten Teamgeist. "Es wird schwierig für uns", behauptete der Bayern-Trainer. Und ja, "es ist schon eine Überraschung", sagte er, dass dies ein Spitzenspiel sei, aber: So wie die Mannschaft bisher aufgetreten sei, "ist es auch keine Überraschung".

Von seiner eigenen Mannschaft erwartet Ancelotti nach dem wenig überzeugenden 3:1 gegen den FC Ingolstadt eine Leistungssteigerung. Die zuletzt erkrankten Thomas Müller, Philipp Lahm, Mats Hummels und David Alaba stehen wieder zur Verfügung. Jerome Boateng gehört wieder zur Startelf und Arjen Robben wieder zum Kader.

Die Gäste hat es derweil hart getroffen mit dem Ausfall von Vladimir Darida. Der Tscheche musste wegen eines Außenbandrisses im Sprunggelenk am Montag operiert werden und wird wohl den Rest des Jahres fehlen. "Ohne Vladi wird sich unser Spiel verändern, aber wir haben gute Jungs, die die Lücke füllen können", sagte Dardai.

Die vier Spiele der Bundesliga waren bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet.

(sid)
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