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Berlin
Hertha verliert 2,4 Millionen Euro

Berlin. Eben noch träumte Fußball-Bundesligist Hertha BSC von Gegnern wie Manchester United und Inter Mailand. Ein verpatztes Spiel und eine 1:3-Niederlage gegen Bröndby IF später sind die Berliner zurück auf dem Boden der Tatsachen. "Wenn einige dachten, dass wir besser sind oder sogar Champions League spielen können, dann wurden sie heute eines Besseren belehrt", sagte Cheftrainer Pal Dardai nach dem ersten internationalen Auswärtsspiel der Berliner nach sechseinhalb Jahren. "Wir sind in der kommenden Saison international nicht dabei. Das ist sehr schade. Jetzt müssen wir eben internationale Freundschaftsspiele organisieren."

Der Hauptstadtklub verabschiedete sich im Rückspiel in der dritten Qualifikationsrunde wenig rühmlich aus der Europa League. Jetzt muss der Verein sich auf die in drei Wochen beginnende Bundesliga konzentrieren - und bis dahin eklatante Mängel in der Abwehr ausbügeln. Der nächste Gegner ist Drittligist Jahn Regensburg - im DFB Pokal am 21. August.

Mit dem schnellen Aus auf der europäischen Bühne geht der Hertha auch ein ordentlicher Batzen Geld verloren. 2,4 Millionen Euro hätte der Verein für den Einzug in die Gruppenphase bekommen. Jetzt gibt es nichts. "Mehr Geld steht durch das Ausscheiden nicht zur Verfügung", machte Vereinsmanager Michael Preetz klar. "Das bedeutet auch, dass wir nicht mehr so auf dem Transfermarkt tätig werden können." In der Offensive sei das Aufgebot allerdings jetzt schon gut bestückt.

Bislang hat Hertha für geschätzte 4,2 Millionen Ablöse den slowakischen Nationalspieler Ondrej Duda von Legia Warschau übernommen. Den Mittelfeldspieler Allan wollen die Berliner vom FC Liverpool ausleihen. Interesse hat der Verein zudem am Stürmer Alexander Esswein, der bis 2017 einen Vertrag beim FC Augsburg hat.

(dpa)
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