Ohne Chance in Cincinnati: Hewitt zu stark für Agassi
zuletzt aktualisiert: 10.08.2002 - 20:25Cincinnati/Los Angeles (rpo). Lleyton Hewitt hat das Duell der Generationen gegen Andre Agassi einmal mehr für sich entschieden und ist mit einem 7:5, 6:3-Erfolg in das Halbfinale des Masters-Turniers in Cincinnati eingezogen.
Dort trifft der Tennis-Weltranglistenerste überraschend nicht auf die größte US-Hoffnung der Zukunft: Andy Roddick unterlag dem aufstrebenden Chilenen Fernando Gonzalez 6:7 (4:7), 6:7 (6:8) - eine weitere Enttäuschung für die heimischen Fans.
Im Endspiel steht in Carlos Moya erstmals seit Manuel Orantes vor 29 Jahren wieder ein Spanier: Der ehemalige Weltranglisten-Erste bezwang nach Rainer Schüttler auch seinen Landsmann Juan Carlos Ferrero glatt mit 6:3, 6:4. Der French- Open-Finalist hatte die vergangenen fünf Begegnungen gegen Moya gewonnen, der aber zurück auf dem Weg zu alter Form scheint.
Wimbledon-Sieger Hewitt unterstrich zwei Wochen vor den US Open, dass er zur Titelverteidigung in New York bereit ist. Der 21-Jährige feierte seinen dritten Erfolg in Serie über Agassi und zollte dem zehn Jahre älteren Ehemann von Steffi Graf danach gebührenden Respekt. "Ich habe immer noch ein Poster von ihm in meiner Garage hängen", bekannte Hewitt. "Seine Art zu spielen und seine Einstellung passen sehr gut in mein eigenes Spiel. Ich weiß aber nicht, ob ich in zehn Jahren noch so eine Motivation haben werde. Er ist ein unglaublicher Athlet." Agassi erwiderte ebenso höflich: "Er hat sich als einer der besten Spieler der Welt etabliert und erledigt meistens seine Arbeit, weil er weniger Fehler als die anderen macht."
Unerwartete Favoritenstürze gab es beim WTA-Turnier in Los Angeles. Die Weltranglistenerste Serena Williams verlor das US-Duell gegen die wiedererstarkte Chanda Rubin trotz einer 4:1-Führung im dritten Satz. Das 2:6, 6:4, 5:7 war für die Siegerin der French Open und von Wimbledon erst die vierte Niederlage im laufenden Jahr nach zuletzt 21 Siegen in Serie. Zuletzt hatte sie vor drei Monaten das Endspiel der German Open in Berlin gegen die Belgierin Justine Henin verloren. "Es stört mich eigentlich nicht wirklich. Es hat sich nichts geändert. Ich bin immer noch die Nummer 1", sagte Serena Williams, die ihr erstes Turnier seit Wimbledon bestritten hatte.
Auch Australian-Open-Siegerin Jennifer Capriati verpasste das Halbfinale durch ein 3:6, 3:6 gegen Ai Sugiyama. Die Japanerin trifft nun auf die lange verletzte Lindsay Davenport, die das Turnier drei Mal gewinnen konnte. Die Titelverteidigerin aus den USA stoppte die Griechin Eleni Daniilidou mit 7:6 (7:2), 6:2. Im zweiten Semifinale tritt Chanda Rubin gegen die Jugoslawin Jelena Dokic an, die der Italienerin Rita Grande beim 6:4, 6:1 keine Chance ließ.
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