Nach tragischem Autounfall:: Höllwarth und Widhölzl reisen Donnerstag an
zuletzt aktualisiert: 13.02.2001 - 16:55Lahti (sid). Die österreichischen Skispringer Martin Höllwarth und Andreas Widhölzl (Foto) werden bei der Nordischen Ski-WM in Lahti starten. Am Dienstag trainierte das Duo zum ersten Mal seit dem Unfall, bei dem ihr Cheftrainer Alois Lipburger ums Leben kam, an einem geheimen Ort in ihrer Heimat.
Die Anreise in Finnland gemeinsam mit dem zum Interims-Nachfolger von Lipburger fungierenden Toni Innauer ist für Donnerstag geplant. "Sie müssen ins Leben zurückkehren. Je eher, desto besser", erklärte Innauer. Die körperlichen Schäden - Höllwarth und Widhölzl erlitten bei dem Unfall am 4. Februar in Füssen ein Schleudertrauma, Prellungen und Schnittwunden - seien halbwegs verheilt.
Wegen der seelischen Wunden befinden sich beide jedoch in psychologischer Behandlung. Höllwarth droht als Fahrer des Unglückswagens sogar ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung.Am vergangenen Freitag hatte das Duo an der Gedenkmesse für Lipburger und am Samstag an seiner Beerdigung teilgenommen. Bei der WM in Lahti sind der dreimalige Olympiazweite Höllwarth und der ehemalige Vierschanzentourneesieger Widhölzl genau wie Stefan Horngacher und Wolfgang Loitzl für je zwei Einzel- und Teamwettbewerbe gesetzt. Nur im Falle schlechter Trainingsleistungen oder anderer Probleme stehen Andreas Goldberger und Reinhard Schwarzenberger als Ersatz bereit.
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